


Claudio Verona (Alessandro Roja) ist ein arroganter und skrupelloser Geschäftsmann, der vor nichts zurückschreckt, wenn es um seinen eigenen Erfolg geht. Als er auf dem Weg zu einem Geschäftstermin im Aufzug steckenbleibt, geht es plötzlich um weit mehr als einen großen Deal. In Rom ist eine mysteriöse Epidemie ausgebrochen, die Menschen in blutrünstige Zombies verwandelt und plötzlich ist sein metallener Käfig der sicherste Ort, an dem er sein kann. Doch auch das ändert sich schnell, als die Zombies auf ihn aufmerksam werden…
Originaltitel: In un Giorno la fine
Regie: Daniele Misischia.
Drehbuch: Cristiano Ciccotti, Daniele Misischia.
Darsteller: Alessandro Roja, Carolina Crescentini, Claudio Camilli, Benedetta Cimatti, Roberto Scotto Pagliara, Daniele Nisi.
Genre: Horror / Thriller
Land: Italien.
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 110 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Italien hat dem Horrorkino einst Bilder geschenkt, die sich bis heute tief in das Genre eingebrannt haben. Namen wie Dario Argento stehen für eine Ära, in der Farbe, Musik, Gewalt und Atmosphäre zu einer ganz eigenen filmischen Sprache verschmolzen. Viele dieser Werke sind längst Meisterwerke und haben das Horrorkino nachhaltig beeinflusst. Umso erfreulicher ist es, wenn aus dem Land der Pizza wieder einmal ein kleiner Genrefilm auftaucht, der trotz überschaubarer Mittel zeigt, dass man auch mit begrenztem Budget einiges anstellen kann. The End? ist genau so ein Fall. Daniele Misischia macht aus einer eigentlich sehr begrenzten Ausgangssituation ein erstaunlich spannendes Zombie-Kammerspiel. Viel Raum braucht der Film nicht, denn die Enge wird vielmehr zum Vorteil. Der Zuschauer sitzt gemeinsam mit der Hauptfigur in einer Situation fest, die immer bedrohlicher wird, während draußen eine Welt aus den Fugen gerät. Aus dieser räumlichen Beschränkung entsteht eine unangenehme Spannung, die immer wieder von ziemlich bösen Szenen durchbrochen wird. Der Film muss keine riesige Apokalypse aufbauen, um seine Wirkung zu entfalten. Ein begrenzter Raum, ein paar Untote und genügend Zeit, darüber nachzudenken, was eigentlich gerade passiert, reichen vollkommen aus. Ganz ohne Steine, die sich die Produktion selbst in den Weg legt, kommt The End? allerdings nicht davon. Besonders die Dialoge gehören definitiv nicht zu den Stärken des Films. Sie wirken teilweise so hölzern und ungelenk, dass man sich beinahe fragt, ob die Zombies außerhalb des Raumes nicht sogar angenehmer als Gesprächspartner wären. Dazu kommt ein Hauptcharakter, der es dem Zuschauer ausgesprochen schwer macht, Sympathie zu entwickeln. Vielleicht lässt sich das mit einem gewissen italienischen Temperament entschuldigen – sympathischer wird er dadurch allerdings nicht unbedingt. Auch der Aufbau der Geschichte gestaltet sich stellenweise holprig. Manche Entwicklungen wirken nicht besonders glaubwürdig und einige Entscheidungen der Figuren lassen einen durchaus fragend zurück. Hier merkt man dem Film sein begrenztes Budget und die Schwierigkeiten der Inszenierung an. The End? ist kein Hochglanz-Horrorfilm, der jede dramaturgische Kurve perfekt ausfährt. Er ist vielmehr ein Film, der aus seinen Möglichkeiten das Beste herausholen muss und dabei nicht immer elegant vorgeht.
Interessanterweise scheint man ausgerechnet beim Make-up nicht sparen zu wollen. Die Zombies können sich nämlich durchaus sehen lassen – beziehungsweise besser gesagt: Sie können sich ausgesprochen blutig ansehen. Das Make-up ist gelungen, die Effekte sind ordentlich krass und der Film gönnt sich einige ziemlich harte Bilder. Blut fließt nicht gerade sparsam und manche Szenen haben eine unangenehme Direktheit, die wunderbar zum ansonsten eher einfachen Konzept passt. Hier bekommt man noch echtes Genrefutter, statt sich ausschließlich auf digitale Effekte zu verlassen. Und genau diese Mischung macht den Reiz des Films aus. The End? ist keineswegs perfekt, manchmal sogar ziemlich holprig und bei seinen Dialogen sollte man besser nicht allzu genau hinhören. Trotzdem entwickelt sich daraus ein spannender kleiner Zombiefilm, der seine räumliche Begrenzung geschickt nutzt und mit einigen richtig bösen Momenten überrascht. Gerade weil die Möglichkeiten begrenzt sind, wirkt es sympathisch, wie viel Atmosphäre und Härte aus dem Konzept herausgeholt werden. Vielleicht ist das auch die kleine Überraschung dieses italienischen Genrebeitrags: Er versucht gar nicht erst, größer zu wirken, als er ist. Stattdessen setzt Misischia auf klaustrophobische Spannung, Zombies und ordentlich Blut. Das funktioniert nicht immer rund, aber oft genug, um bei Genrefans Interesse zu wecken. The End? ist damit kein neuer italienischer Horrorklassiker auf den Spuren Argentos. Dafür fehlt es an erzählerischer Sicherheit und handwerklicher Ausgewogenheit. Aber er ist ein erfreulich spannendes Zombie-Kammerspiel mit begrenztem Budget, gelungenem Make-up, reichlich Blut und einigen wirklich bösen Szenen. Nicht alles sitzt. Aber wenn die Zombies auftauchen, sitzt dafür ordentlich der Biss.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Anfänglich sammelt sich das Bild, sobald der Fahrstuhl betreten wird ist es perfekt. Die Details sind mehr als fein, die Schärfe glasklar, der Kontrast genau richtig, nicht zu hell und nicht zu dunkel und der Schwarzwert zeigt sich ausgezeichnet satt. Das Blut sieht mal nach Blut aus und nicht künstlich knallig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge zeigen sich klar verständlich, lediglich bei den Actionszenen gehen diesen schon mal etwas unter. Ein sehr sauberer Klang mit guter Geräuschkulisse mit reichlich Dynamik.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Nur der Trailer zum Film ist vorhanden.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Dario Argento ist ein italienischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 23. August 2018.
https://www.eurovideo.de