


Mitreißender australischer Neo-Western über eine Ureinwohnerin, die blutige Rache an ihren Unterdrückern nimmt. Während des zweiten Weltkriegs werden der indigenen Bevölkerung Freiheit und Bürgerrechte versprochen, wenn die Männer beim Militär dienen. Doch dies entpuppt sich als Lüge. Als man Jarah wie eine Sklavin behandelt und ihr die Tochter wegnimmt, greift sie schließlich zur Waffe.
Originaltitel: The Flood
Regie: Victoria Wharfe McIntyre.
Drehbuch: Victoria Wharfe McIntyre.
Darsteller: Alexis Lane, Shaka Cook, Dean Kyrwood, Dalara Williams, Karen Garnsey, Peter McAllum, Simone Landers, Aaron Jeffery.
Genre: Drama / Geschichte / Western
Land: Australien
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 117 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch & indigene Sprachen.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group GmbH & Co. KG
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Australien hat eine Vergangenheit, über die das Kino erstaunlich selten spricht. The Flood gehört zu jenen Filmen, die sich genau diesem dunklen Kapitel widmen und dabei die Behandlung der Aborigines während der Zeit des Zweiten Weltkriegs schonungslos thematisieren. Europäische Siedler betrachteten die indigene Bevölkerung als minderwertig, wollten sie zwanghaft christianisieren und ihnen ihre eigene Lebensweise aufzwingen. Hinzu kamen Gewalt, Vergewaltigungen und Tötungen – Verbrechen, die der Film weder beschönigt noch als bloße Randnotiz behandelt. Allein dieser Blick auf die australische Geschichte macht The Flood zu einem bemerkenswerten Werk. Regisseurin Victoria Wharfe McIntyre findet dafür eindrucksvolle Bilder. Die Landschaft Australiens wird nicht romantisiert, sondern entwickelt eine raue Schönheit, die hervorragend mit der Härte der Geschichte harmoniert. Gerade diese visuelle Kraft trägt den Film über weite Strecken. Unterstützt wird sie von einer überzeugenden Besetzung, deren Figuren glaubwürdig in dieser von Ungerechtigkeit geprägten Welt verankert sind. Man nimmt ihnen Schmerz, Wut und den Wunsch nach Vergeltung jederzeit ab. Nicht jede erzählerische Entscheidung erweist sich jedoch als glücklich. Die zu Beginn eingeblendeten Stummfilmtexttafeln wirken eher wie eine unnötige Hürde und erschweren zunächst den Zugang zur Geschichte. Dabei hätte der Film diese erklärenden Elemente gar nicht nötig gehabt, denn seine Bilder erzählen bereits mehr als genug. Auch später verliert The Flood etwas von seinem Rhythmus. Vor allem in der ersten Hälfte bremsen zahlreiche Rückblenden und überstrapazierte Zeitlupen den Erzählfluss spürbar aus. Hier zieht sich der Film stellenweise unnötig in die Länge, obwohl die eigentliche Handlung genügend Kraft besitzt, um auch ohne diese stilistischen Umwege zu funktionieren.
Dass The Flood kein großes Epos geworden ist, liegt sichtbar am begrenzten Budget. Dennoch gelingt es dem Film, daraus keinen Nachteil entstehen zu lassen. Statt auf monumentale Bilder oder spektakuläre Schlachten setzt Victoria Wharfe McIntyre auf eine konzentrierte Inszenierung, die ihre Geschichte als Neo-Western mit klassischer Rachestruktur erzählt. Diese Mischung funktioniert erstaunlich gut und verleiht dem Film eine eigene Identität. Gerade deshalb hinterlässt The Flood einen bleibenden Eindruck. Nicht, weil er perfekt wäre, sondern weil er ein wichtiges Thema aufgreift, das viel häufiger im Kino behandelt werden müsste. Einige erzählerische Entscheidungen kosten unnötig Spannung, doch die eindringlichen Bilder, die überzeugende Besetzung und die kompromisslose Darstellung der historischen Ungerechtigkeit verleihen dem Film eine Wucht, die weit über seine finanziellen Möglichkeiten hinausgeht. Ein beeindruckender Neo-Western, der den Mut besitzt, ein lange verdrängtes Kapitel australischer Geschichte in den Mittelpunkt zu stellen – eindringlich, schmerzhaft und trotz kleiner Schwächen absolut sehenswert.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild überzeugt mit erstklassig feinen Details bei der Auflösung und der mehr als klaren Schärfe. Die satten Farben wie auch der helle Kontrast sind ebenfalls ausgezeichnet und der Schwarzwert passt sich kräftig an.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Die Stimmen der deutschen Synchronisationen wirken doch recht platt vom Klang her, was sich im Hintergrund abspielt sorgt da vielmehr für Atmosphäre. Der Sound kommt insgesamt sehr sauber daher.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Mit Audiokommentar und Behind the Scenes wird die Disc mit guten Standardextras abgerundet.
Abspann: Nach dem Abspann kommt noch eine Szene.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4262364931918
VÖ-Kauf: 08.08.2024