


Léon (Jean Reno) verdient sein Geld als Auftragskiller der Italo-Mafia in den Straßen von New York. Er lebt zurückgezogen und pflegt außer zu seinem Boss Tony (Danny Aiello) einzig zu seiner Topfpflanze ein freundschaftliches Verhältnis. Als die Familie seiner Nachbarstochter Mathilda (Natalie Portman) von DEA-Polizisten brutal getötet wird, flüchtet sie zu Léon. Um sich an den Mördern ihres kleinen Bruders zu rächen, lässt sich Mathilda von Léon zur Profi-Killerin ausbilden.
Originaltitel: Léon
Regie: Luc Besson (Das 5. Element).
Drehbuch: Luc Besson (Lucy).
Darsteller: Jean Reno (Godzilla), Natalie Portman (Black Swan), Gary Oldman (Harry Potter), Danny Aiello (Mondsüchtig), Peter Appel, Willi One Blood, Don Creech, Keith A. Glascoe, Randolph Scott, Michael Badalucco.
Genre: Krimi / Thriller / Action / Drama
Land: USA / Frankreich
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 110 Minuten (Kinofassung) / 133 Minuten (Director’s Cut).
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, Dolby Atmos.
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Interview mit Eric Serra, Interview mit Jean Reno, Jean Reno – The Road to Léon, Léon – A Ten Year Retrospective, Trailer.
Vertrieb: © STUDIOCANAL / ARTHAUS.
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Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Über Léon: The Professional wurde im Laufe der Jahrzehnte bereits unzählige Male gesprochen und dennoch besitzt der Film eine Qualität, die viele moderne Produktionen bis heute nicht erreichen. Das liegt nicht nur an der unverwechselbaren Handschrift von Luc Besson, sondern vor allem daran, dass hier mehrere Genres nahezu perfekt miteinander verschmelzen. Actionfilm, Thriller, Drama und Charakterstudie greifen ineinander und erschaffen einen Film, der weit mehr ist als nur eine Geschichte über einen Auftragskiller.
Im Mittelpunkt steht die ungewöhnliche Beziehung zwischen Léon und Mathilda, die bis heute zu den bemerkenswertesten Figurenkonstellationen des Kinos gehört. Jean Reno macht aus dem wortkargen Profikiller eine erstaunlich sympathische Figur, obwohl dieser eigentlich von Beruf Menschen tötet. Es gelingt ihm, hinter der harten Fassade eine verletzliche und beinahe kindliche Seite sichtbar zu machen. Ebenso beeindruckend ist die Leistung der damals noch sehr jungen Natalie Portman, die mit ihrer ersten großen Filmrolle direkt bewies, welch außergewöhnliches Talent in ihr steckt. Ergänzt wird dieses Ensemble durch einen entfesselten Gary Oldman, dessen Darstellung des skrupellosen Stansfield längst Filmgeschichte geschrieben hat.
Auch visuell hat Léon nichts von seiner Faszination verloren. Der unverwechselbare Look der 1990er Jahre, die atmosphärischen Bilder und die starke Musik verleihen dem Film bis heute eine besondere Wirkung. Viele Szenen haben längst Kultstatus erreicht und zeigen eindrucksvoll, wie stilvoll Action inszeniert werden kann, ohne dabei ihre emotionale Wirkung zu verlieren. Gerade diese Mischung aus Spannung, Melancholie und gelegentlicher Härte macht den Film so zeitlos.
Interessant bleibt bis heute die Diskussion um die verschiedenen Schnittfassungen. Die Kinofassung konzentriert sich stärker auf den Thriller- und Actionaspekt und besitzt dadurch ein etwas höheres Tempo. Der Director’s Cut erweitert den Film dagegen um rund 23 Minuten und legt deutlich mehr Gewicht auf die Beziehung zwischen Léon und Mathilda. Dadurch wirkt die Geschichte emotionaler und entwickelt sich noch stärker zu einem Drama. Die zusätzlichen Szenen verändern zwar nicht die Handlung grundlegend, geben den Figuren jedoch mehr Raum zur Entfaltung und verleihen ihrer Verbindung zusätzliche Tiefe.
Welche Fassung letztlich die bessere ist, bleibt deshalb reine Geschmackssache. Die Kinofassung punktet mit Straffheit und Dynamik, während der Director’s Cut die emotionale Seite der Geschichte stärker hervorhebt. Spannung und Intensität besitzen beide Versionen gleichermaßen. Genau deshalb kann man bei Léon eigentlich keine falsche Wahl treffen. Mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung gehört Léon – Der Profi weiterhin zu den großen Klassikern seines Genres. Ein Film mit einer großartigen Besetzung, unvergesslichen Figuren, stilvoller Inszenierung und einer Geschichte, die auch heute noch berührt. Ein Kultfilm im besten Sinne des Wortes.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die weiche Schärfe präsentiert sich mit hervorragend klaren Werten, der Kontrast könnte kaum besser sein und das leichte Filmkorn lässt das Bild natürlich wirken. Bei der Farbwiedergabe hat man es hingegen etwas übertrieben, zudem zeigt sich das Bild ab und an etwas unruhig. Bei der UHD wurde das auf passable Weise behoben und die Farben natürlich wirken. Zudem gibt es in 4K einen erstklassig satten Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die deutsche Tonspur zeichnet sich mit einer ordentlichen Dynamik aus, erreicht allerdings zu keinem Zeitpunkt die natürliche Atmosphäre der Originalsprachfassung. Räumlich ausreichend erklingen beide und von den Dialogen her sind auch alle klar verständlich. Da wurde auch bei der UHD nichts dran geändert.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Zusätzlich Extras sollte man zudem nicht erwarten. Das bereits bekannte enthält gute Einblicke und Informationen. Letztendlich überzeugend ist die Gesamtzusammenstellung und das Design der Steelbook. Die wirklich „Nice“ ausschaut. 3 Sterne + 1 für das hervorragende Steelbook.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Deckblatt zum entfernen.
EAN: 4006680105314
VÖ-Kauf: 12.12.2024