


Die Osteuropäerin Katia (Natalia Kostrzewa) hat den Pfad der Tugend vor einiger Zeit bereits verlassen: Statt sich ihrer Karriere als Au-Pair in London zu widmen, investiert sie erbetteltes Geld lieber in Saufgelage und Partys. In einem Pub trifft sie den Tattoo-Künstler Bob (Richard Brake). Nach einer Nacht voller Alkohol nimmt Katia Bobs Angebot an, sie nach Hause zu fahren. Als sie nach einem Filmriss Stunden später aufwacht, liegt sie gefesselt in einem Käfig in seinem Kellerverließ. Von da an beginnt ein schreckliches Martyrium für Katia, denn ihr Körper soll die Leinwand sein, auf der Bobs beeindruckendstes Werk entstehen soll. Hart, angsteinflößend, verstörend – „Perfect Skin“ geht sprichwörtlich „unter die Haut“!
Originaltitel: Perfect Skin
Regie: Kevin Chicken.
Drehbuch: Kevin Chicken, Dusan Tolmac.
Darsteller: Richard Brake, Natalia Kostrzewa, Jo Woodcock, Tom Ashley, Jemima Bennett, Oscar Bennett, David Christopher-Turner, Emma-Jane Hinds.
Genre: Horror / Thriller
Land: UK
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 102 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Behind the Scenes, Trailer.
Vertrieb: Neue Pierrot Le Fou / AL!VE AG
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Perfect Skin ist keiner jener Filme, die man einfach konsumiert und anschließend wieder vergisst. Kevin Chicken konfrontiert sein Publikum mit Bildern, die sich tief ins Gedächtnis brennen und weniger auf Schockeffekte als auf eine beklemmende Bildsprache setzen. Genau daraus entsteht das eigentliche Unbehagen. Der Film tastet sich immer weiter an die Schmerzgrenze heran und entwickelt dabei eine makabere Faszination. Widerlich, schmerzhaft, verstörend und gleichzeitig erstaunlich hypnotisch – diese Gegensätze bestimmen nahezu jede Szene. Immer wieder entsteht das Gefühl, den Blick abwenden zu müssen, doch ebenso stark ist der Drang, weiterzusehen. Gerade dieses Wechselspiel macht den Reiz des Films aus.
Ob krank, pervers oder schlicht radikal, darüber wird jeder Zuschauer anders urteilen. Sicher ist lediglich, dass Perfect Skin niemanden gleichgültig zurücklässt. Wer sich auf diese außergewöhnliche Erfahrung einlässt, erlebt einen Film, der seine düstere Atmosphäre konsequent durchzieht und mit einer eigentümlichen Mischung aus Faszination und Abscheu arbeitet. Ganz gelingt dieses Experiment allerdings nicht. Je länger die Geschichte dauert, desto deutlicher macht sich der fehlende Spannungsaufbau bemerkbar. Ausgerechnet die Szenen, die eigentlich das größte Unbehagen erzeugen sollten, verlieren zunehmend ihre Wirkung. Die Nadelstiche wirken beinahe meditativ, wo sie eigentlich schmerzen müssten. Dadurch fehlt dem Film über weite Strecken die notwendige Intensität, um seine verstörende Grundidee dauerhaft aufrechtzuerhalten.
Dennoch bleibt Perfect Skin ein außergewöhnlicher Beitrag des modernen Horrorfilms. Kein leicht verdauliches Werk, sondern eine unbequeme Grenzerfahrung, die das Publikum spalten dürfte. Gerade diese kompromisslose Haltung macht den Film interessant – auch wenn ihm am Ende etwas mehr erzählerische Spannung gut zu Gesicht gestanden hätte.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Farbstil zeigt sich düster und auch immer wieder kühl, die Auflösung zeigt oft auch etwas körnig besonders bei dunklen Szenen, dabei präsentiert sich der Schwarzwert recht ordentlich. Die Schärfe ist nicht immer so klar wie Sie es eigentlich sollte, dies ist aber auf die Machart zurück zu führen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound punktet immer dann wenn der Soundtrack/Score läuft, geht dann aber meistens durch seine viel zu dynamische Synchronisation verloren. Diese hingegen erklingt sauber und wenig überraschend klar verständlich.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Behind the Scenes und Trailer sind nur Standard.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4042564197549
VÖ-Kauf: 18. Oktober 2019.