


Frank ist ein junger erfolgreicher Anwalt bei einer großen Versicherungsgesellschaft, dessen Privatleben und Ehe jedoch eher trostlos sind. Als er ein Schlupfloch entdeckt, das seinem Arbeitgeber die Auszahlung einer großen Versicherungssumme erspart, winkt eine Beförderung. Sein Freund und Kollege Jeff überredet ihn daraufhin, den Erfolg am Abend gebührend zu feiern. In einer Bar stoßen die beiden auf die Freundinnen Natalie und Theresa. Nach ein paar Drinks ziehen alle gemeinsam weiter zu einer privaten Party, auf der Frank und Theresa auf den mysteriösen Aeolus treffen, der die beiden zur Einnahme einer speziellen halluzinogenen Droge überredet. Frank findet sich unversehens auf einem Trip wieder, der nicht nur sein gesamtes Leben, sondern anscheinend auch das Raum- und Zeitgefüge auf den Kopf stellt…
Originaltitel: The Wave
Regie: Gille Klabin.
Drehbuch: Carl W. Lucas.
Darsteller: Justin Long (Galaxy Quest), Sheila Vand (Argo), Donald Faison (Clueless), Tommy Flanagan (Gladiator), Katia Winter (The Catch), Bill Sage (We Are What We Are), Sarah Minnich, Ronnir Gene Blevins.
Genre: Sci-Fi / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 88 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Audiokommentar, animierter Storyboard-Vergleich, Gag Reel, VFX Breakdown, Trailer.
Vertrieb: OFDb Filmworks / Koch Media GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wo endet die Realität und wo beginnt eigentlich der Trip? „The Wave“ macht es seinem Zuschauer bewusst nicht leicht, auf diese Frage eine eindeutige Antwort zu finden. Die Ausgangslage mag einem durchaus bekannt vorkommen und Vergleiche mit anderen Filmen werden sich vermutlich kaum vermeiden lassen. Notwendig sind sie allerdings nicht, denn dieser Streifen geht seinen ganz eigenen Weg und entwickelt daraus einen ausgesprochen cleveren Drogentrip, bei dem man schon bald selbst nicht mehr sicher ist, in welcher Welt man sich gerade befindet. Gerade diese Unsicherheit ist eine der größten Stärken. Immer wieder stellt sich die Frage, was tatsächlich passiert und was möglicherweise nur innerhalb des Trips existiert. Dadurch entstehen nicht nur überraschende Momente, sondern auch genau die richtigen Fragezeichen. Der Film gibt einem genügend Hinweise, um neugierig zu bleiben, aber nicht so viele, dass man alles sofort durchschauen könnte. Und obwohl die Zusammenhänge keineswegs auf Anhieb erkennbar sind, wirkt das Geschehen erstaunlicherweise durchgehend schlüssig. Ein ziemlich reizvolles Spiel mit Wahrnehmung und Realität. Dabei muss sich „The Wave“ nicht ausschließlich auf seine verwirrende Geschichte verlassen. Auch die Charaktere und Situationen sorgen immer wieder für einen angenehm schrägen Humor. Gerade wenn man glaubt, langsam zu verstehen, was hier eigentlich vor sich geht, kommt der Film mit einer neuen Situation um die Ecke und lässt einen erneut überlegen: In welcher Welt befinde ich mich gerade? Der Humor lockert den Trip auf, ohne ihm seine Eigenwilligkeit zu nehmen, und macht die Reise dadurch zusätzlich unterhaltsam.
Das Besondere ist letztlich, dass der Film trotz seiner bewusst verwirrenden Erzählweise nicht einfach beliebig wirkt. Er möchte den Zuschauer nicht nur möglichst kompliziert hinters Licht führen, sondern baut seine Irritationen so auf, dass man tatsächlich Lust bekommt, die einzelnen Zusammenhänge erneut zusammenzusetzen. Und genau hier entwickelt „The Wave“ beinahe ein Suchtpotenzial. Ein einmaliger Trip könnte daher kaum ausreichen. Bei einem Film, der so viele Fragezeichen hinterlässt und gleichzeitig genügend Antworten versteckt, ist der zweite Durchlauf beinahe schon Teil des Erlebnisses. Vielleicht ist „The Wave“ damit einer der wenigen Trips, für die man weder einen Dealer noch einen Beipackzettel braucht. Keine Nebenwirkungen, keine Illegalität und trotzdem berauschend gut. Ein cleverer, humorvoller und herrlich eigenwilliger Film, bei dem man nach dem Abspann durchaus noch eine Weile darüber nachdenken dürfte, was man da eigentlich gerade erlebt hat.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild überzeugt sowohl mit einer glasklaren Schärfe als auch mit einem satten Schwarzwert. Auch die Farbwiedergabe präsentiert sich hervorragend mit einer kräftigen Abmischung und der Kontrast zeigt sich insgesamt sehr stimmig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge bei der deutschen Synchronfassung sitzen etwas zu weit hinten, diese erklingen oft etwas zu leise. Doch ansonsten macht der Sound einen sehr sauberen und doch ausgewogenen Eindruck. Einige Soundeffekte verstärken den Trip ausgezeichnet.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Zusätzliche Standardextras liefern einige kleine Informationen über den Film. Alles was man eben an Informationen braucht aber eben mehr auch nicht.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Bei „The Wave“ handelt es sich nicht um den gleichnamigen Katastrophenthriller aus Schweden und Norwegen.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4250899931923
VÖ-Kauf: 24. September 2020.