


Es ist ein ganz normaler Morgen für Rachel (Caren Pistorius): Sie ist wieder mal zu spät dran und steckt im täglichen Verkehrschaos auf dem Weg zur Schule mit ihrem Sohn Kyle (Gabriel Bateman) fest, als auch noch ihre wichtigste Klientin ihr kündigt und der Autofahrer (Russell Crowe) vor ihr hartnäckig die grüne Ampel ignoriert. Laut hupend zieht sie an ihm vorbei und ahnt nicht, dass sie so zur Zielscheibe der geballten Wut eines Mannes wird, der nichts mehr zu verlieren hat. Entschlossen heftet er sich an Rachels Fersen, um ihr eine Reihe von Lektionen zu erteilen, die sie so schnell nicht vergessen wird. Und nicht nur sie ist sein Ziel, sondern auch alle, die sie liebt. Gnadenlos und scheinbar unaufhaltsam schlägt der Fremde immer wieder zu…
Originaltitel: Unhinged
Regie: Derrick Borte.
Drehbuch: Carl Ellsworth.
Darsteller: Russell Crowe (Die Mumie), Caren Pistorius (Slow West), Gabriel Bateman (Child`s Play), Jimmi Simpson (Date Night), Austin P. McKenzie (Speech & Debate), Anne Leighton (Lucifer).
Genre: Action / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 90 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Behind the Scenes, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Russell Crowe hat sich für „Unhinged“ körperlich sichtbar verändert. Der Oscarpreisträger aus „Gladiator“ hat auf seine Linie offenbar nicht mehr ganz so streng geachtet und erinnert mit seinem Erscheinungsbild stellenweise tatsächlich an einen zweiten Marlon Brando. Der erste Blick mag deshalb ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, doch dieser Eindruck hält nicht lange an. Denn sobald Crowe seine Figur von der Leine lässt, wird ziemlich schnell klar, dass sein Körperumfang nicht das Entscheidende an seiner Darstellung ist. Sein Spiel ist nach wie vor verdammt gut und entwickelt eine beängstigende Präsenz, die den gesamten Film trägt. Crowe spielt seine Bösartigkeit mit einer geradezu unangenehmen Selbstverständlichkeit. Er muss nicht ständig laut werden oder permanent den großen Psychopathen markieren, um bedrohlich zu wirken. Vielmehr entsteht der Schrecken aus dem Gefühl, dass dieser Mann keinerlei Grenzen mehr kennt. Genau daraus zieht „Unhinged“ seinen Nervenkitzel. Man zittert nicht vor irgendwelchen übernatürlichen Gefahren, sondern vor einem Menschen, dessen Verhalten jederzeit weiter eskalieren kann. Die Bedrohung wirkt dadurch unangenehm greifbar. Wenn es darum geht, Menschen zu quälen und ihnen das Leben zur Hölle zu machen, zeigt Crowe eine herrlich höllische Boshaftigkeit. Er spielt seinen Charakter nicht einfach als wütenden Mann, sondern als jemanden, der seine Macht über andere regelrecht auskostet. Diese positive Form von „beängstigend“ ist es, die den Film immer wieder packend macht. Crowe besitzt eine Präsenz, die selbst einfache Situationen mit Spannung auflädt, weil man nie genau weiß, wie weit seine Figur noch gehen wird. Sein Spiel ist damit eindeutig der Motor dieses Thrillers. Die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten und entwickelt einen unangenehmen Nervenkitzel-Thrill, der den Zuschauer ziemlich konsequent bei der Stange hält. Der Film weiß, wie man aus einer scheinbar alltäglichen Situation eine Bedrohung entstehen lässt und wie wenig es braucht, damit sich das Gefühl einstellt, dass jederzeit etwas völlig aus dem Ruder laufen könnte. Einige Actionszenen präsentieren sich zudem erfreulich wenig zimperlich. Hier darf es ordentlich zur Sache gehen, ohne dass die Inszenierung jede Härte gleich wieder entschärft. Eine gewisse Enttäuschung bleibt trotzdem. Wer auf überraschende Wendungen oder Entwicklungen wartet, die einen regelrecht aus dem Sitz hauen, wird eher ernüchtert sein. „Unhinged“ spielt seine Karten ziemlich offen aus und besitzt nicht die große erzählerische Überraschung, die aus einem guten Thriller einen wirklich unberechenbaren machen könnte. Die Spannung entsteht deshalb weniger aus der Frage, was als Nächstes passiert, sondern vielmehr daraus, wie weit die Figur von Russell Crowe bereit ist zu gehen. Und genau das reicht erstaunlich weit. Russell Crowe macht aus seiner Figur einen unangenehm faszinierenden Gegenspieler, dessen Bösartigkeit den Film über seine vorhersehbareren Momente hinwegträgt. Sein ungewohntes Erscheinungsbild ist schnell vergessen, weil seine schauspielerische Präsenz umso stärker in den Vordergrund tritt. „Unhinged“ liefert keine großen Überraschungen, dafür aber einen konstanten Nervenkitzel, einen erschreckend fiesen Russell Crowe und einige ordentlich harte Actionszenen. Für einen Thriller, der vor allem von der Boshaftigkeit seines Hauptdarstellers lebt, ist das eine ziemlich wirkungsvolle Kombination.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Qualitativ überzeugt das Bild mit ausreichend feinen Details und mit einer gestochen klaren Schärfe. Eine gut, satter Schwarzwert ist wie auch der Kontrast überzeugend. Leichte Körnungen kann man da schon im Kauf nehmen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound hat ein großes Problem. Die Dialoge sind viel zu leise und bewegen sich auch zu sehr Hintergründig. Die Actionszenen sind hingegen unglaublich dynamisch. Laut und Leise wechseln sich ab und das nervt bei der Klangregelung. Insgesamt ist der Ton sauber und auch räumlich gut.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ein 27-Minuten-Featurette punktet mit einer ausreichenden Laufzeit und kleinen Info und Einblicke.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Landete in Deutschland direkt auf Platz Eins der Kinocharts.
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: 4061229122214
VÖ-Kauf: 27. November 2020.