


Sophie und Vincent führen seit zehn Jahren einen kleinen Metzgereibetrieb, der zuletzt aber alles andere als gut lief: Sie stehen kurz vor dem Ruin und auch ihre Ehe hat schon bessere Tage gesehen. Im Gegensatz dazu läuft es bei der Metzgerei-Kette ihrer vermeintlich besten Freunde bestens. Nonstop prahlen die beiden ungeniert damit, wie profitabel ihre Geschäfte laufen und werten mit schnippischen Bemerkungen Sophie und Vincent bei jeder sich bietenden Gelegenheit ab. Als der frustrierte Vincent versehentlich einen radikalen Veganer mit seinem Auto überfährt, scheint endgültig alles verloren. Panisch vor Angst, wegen Mordes ins Gefängnis zu müssen, kommt ihm spätabends die rettende Idee, den Toten einfach zu „verwursten“. Schließlich ist er Metzger! Gesagt, getan. Dummerweise beginnt seine unwissende Frau Sophie tags darauf das Fleisch zu verkaufen – mit ungeahntem Erfolg. Jetzt brauchen die beiden dringend Nachschub… erst Killen, dann Grillen!
Originaltitel: Barbaque
Regie: Fabrice Eboué.
Drehbuch: Fabrice Eboué, Vincent Solignac.
Darsteller: Marina Fois, Fabrice Eboué, Jean-Francois Cayrey, Lisa Do Couto Texeira, Virginie Hocq, Victor Meutelet, Nicolas Lumbreras.
Genre: Komödie / Horror
Land: Frankreich
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 90 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS_HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailer.
Vertrieb: SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE)
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Hier kommt eine derbe Fleischplatte mit ordentlich Schmackes auf den Tisch, und wer seinen Humor gerne etwas bitterer genießt, dürfte an dieser französischen Schlachtplatte durchaus Gefallen finden. „Veganer schmecken besser – Erst killen, dann grillen“ nimmt die Auseinandersetzung zwischen Fleischessern und Veganern nicht gerade mit Samthandschuhen auseinander, sondern wirft ordentlich Provokation auf den Grill. Der Titel selbst ist bereits eine Ansage und die filmische Würze fällt ähnlich bissig aus. Der gewünschte Beigeschmack ist von beiden Seiten vorhanden, auch wenn die Marinade deutlich provokanter ausfällt als die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Seinen Humor zieht der Film vor allem aus der Überzeichnung und der Vorstellung, dass aus einer scheinbar alltäglichen Lebensweise plötzlich eine ziemlich makabre Form der Vergeltung entstehen kann. Die Rache wird zum eigentlichen Würzmittel und sorgt für einige herrlich absurde Situationen. Wer sich auf diese derbe Art von schwarzem Humor einlässt, bekommt kurzweilige Unterhaltung serviert, die nicht unbedingt nach feiner Küche schmeckt, aber zumindest ordentlich auf die Geschmacksknospen schlägt. Die Mischung ist makaber, teilweise bewusst geschmacklos und genau deshalb durchaus unterhaltsam. Problematischer wird es bei der Haltung, die der Film gegenüber seinen beiden Lagern einnimmt. Die Geschichte funktioniert sehr deutlich als Statement gegen eine aus Sicht des Films oberflächliche, egoistische und radikal intolerante Form veganischer Lebensweise. Für die fleischessende Seite wird daraus beinahe eine Genugtuung: Hier wird zurückgeschlagen, und zwar mit möglichst schwarzem Humor. Wer selbst gerne Fleisch isst, dürfte diese Perspektive entsprechend leichter aufnehmen können. Für andere Zuschauer kann die Inszenierung dagegen schnell sehr einseitig wirken, weil die Provokation stärker ausgeteilt als hinterfragt wird. Genau an diesem Punkt hätte der Film noch deutlich mehr aus seinem eigenen Ansatz herausholen können. Die Auseinandersetzung zwischen Veganismus und Fleischkonsum bietet schließlich reichlich Stoff für bissige Gesellschaftssatire. Beide Seiten könnten mit ihren Widersprüchen, ihrer Doppelmoral, ihrer Werbung, ihren Gewohnheiten und ihrer eigenen Radikalität gleichermaßen aufs Korn genommen werden. Stattdessen bleibt die kritische Betrachtung weitgehend auf einer Seite. Auch gegenüber der fleischessenden Lebensweise fehlen die wirklich kritischen Untertöne. Die Provokation wird dadurch zwar lauter, aber nicht unbedingt intelligenter. Ausgerechnet die Bitterkeit, die als Würze durchaus vorhanden ist, hätte also noch etwas mehr Tiefe vertragen. Der Film hätte seine Zuschauer wunderbar zwischen den Stühlen sitzen lassen können, indem er beide Lebensweisen gleichermaßen auseinandernimmt und am Ende niemandem die moralische Oberhand überlässt. Stattdessen entsteht eher das Gefühl, dass die Gier nach mehr die Oberhand gewinnt. Mehr Fleisch, mehr Rache, mehr Makabres, mehr Provokation – aber wenig, das über den nächsten derben Gag hinausgeht. Am Ende hat niemand wirklich etwas Neues über die eigene Lebensweise oder die des anderen gelernt. Als bissige und makabre Komödie funktioniert das Ganze trotzdem über weite Strecken recht ordentlich. Der Film ist kurzweilig, weiß mit seiner schwarzen Grundstimmung umzugehen und besitzt genügend Schmackes, um nicht völlig fade auf dem Teller zu landen. Wer sich an der provokanten Grundidee erfreuen kann und nicht unbedingt nach einer ausgewogenen gesellschaftlichen Analyse sucht, bekommt eine solide Portion schwarzen Humor serviert. Mehr als eine derbe Fleischplatte mit bitterem Beigeschmack wird daraus allerdings nicht. Die Marinade ist scharf, die Rache schmeckt makaber und der Unterhaltungswert stimmt – nur die wirklich kritische Würze gegenüber beiden Seiten fehlt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc präsentiert sich hervorragend hell und mit kräftiger Farbwiedergabe. Auch glänzen die klare Schärfe und der ausreichend satte Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Dynamik gibt es bei den klaren Dialogen und bei der Jagd. Der durchgehend saubere Sound punktet mit genügend Klangdetails.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: 4061229304610
VÖ-Kauf: 27. Mai 2022.
www.square-o-n-e.com