


| Die größte Gefahr lauert im offenen Meer! Diese grauenvolle Erfahrung müssen US-Soldaten am Ende des 2. Weltkrieges machen, denn das auf wahren Begebenheiten beruhende Kriegsepos „USS Indianapolis – Men of Courage“ schildert die bis dato größte maritime Katastrophe der USA, in der von ursprünglich 1196 Mann Besatzung nach einem japanischen Angriff am Ende nur 316 überlebten… | |
| Originaltitel: | USS Indianapolis: Men of Courage. |
| Regie: | Mario Van Peebles. |
| Drehbuch: | Cam Cannon, Richard Rionda Del Castro. |
| Darsteller: | Nicholas Cage (Mondsüchtig), Tom Sizemore (Heat), Thomas Jane (Deep Blue Sea), Matt Lanter (Pitch Perfect 3), James Remar (Sex and the City), Brian Presley, Yutaka Takeuchi, Johnny Wactor, Adam Scott Miller, Cody Walker, Callard Harris. |
| Genre: | Drama |
| Land: | USA |
| FSK: | 16 Jahre. |
| Laufzeit: | 130 Minuten. |
| Bildformat: | 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p) |
| Sprachen: | Deutsch, Englisch. |
| Tonsystem: | DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1 |
| Untertitel: | Deutsch. |
| Extras: | Making of, Bildergalerie, Trailer. |
| Vertrieb: | KSM Film GmbH |
| Filmbewertung: | Die Geschichte der „USS Indianapolis“ hätte eigentlich alles, was ein eindringliches Überlebensdrama braucht: eine wahre Katastrophe, verzweifelte Menschen auf offenem Meer und einen Überlebenskampf, der sich kaum grausamer ausdenken lässt. Der Film nimmt sich dieser Ereignisse an, doch statt daraus ein würdiges filmisches Denkmal zu machen, bleibt am Ende vor allem Ernüchterung zurück. Die Geschichte selbst ist interessant genug, um einen Film zu tragen. Die Umsetzung schafft es nur leider nicht, ihr die notwendige Wucht zu verleihen. Schon die billige Machart nimmt dem Geschehen einen erheblichen Teil seiner Wirkung. Ein guter Film muss keineswegs ein riesiges Budget besitzen, um glaubwürdig, spannend und eindringlich zu sein. Auch mit begrenzten finanziellen Mitteln kann man eine Geschichte sorgfältig erzählen, Figuren entwickeln und aus den vorhandenen Möglichkeiten das Maximum herausholen. Genau das gelingt hier jedoch nur bedingt. Vieles wirkt, als hätte man eine eigentlich gewaltige Geschichte in eine deutlich kleinere filmische Verpackung gesteckt, die ihr schlicht nicht gerecht wird. Hinzu kommen einige schauspielerische Leistungen, die trotz der Beteiligung bekannter Hollywoodstars erstaunlich schwach ausfallen. Gerade bei einem Stoff, der so stark von Verzweiflung, Angst und dem nackten Kampf ums Überleben lebt, müsste man den Darstellern die Situation jederzeit abnehmen können. Stattdessen fehlt es immer wieder an der nötigen Intensität. Die Figuren stehen vor einem unfassbaren Schicksal, doch der Film schafft es nicht immer, dieses Grauen auch emotional auf den Zuschauer zu übertragen. Das ist besonders schade, weil die wahre Geschichte selbst durchaus genügend Stoff für ein packendes Überlebensdrama bietet. Man wartet förmlich darauf, dass der Film seine große Stärke ausspielt und den Zuschauer in diesen Kampf auf dem Meer hineinzieht. Doch die Spannung bleibt erstaunlich oft auf der Strecke. Aus einer Geschichte, die eigentlich von permanenter Bedrohung geprägt sein müsste, entsteht kein durchgehend mitreißender Überlebenskampf. Ein zweites „Überleben“ auf dem Meer wird daraus jedenfalls nicht. So bleibt ein merkwürdiger Widerspruch: Man weiß, dass die Ereignisse real waren, und gerade deshalb müsste ihre Wirkung eigentlich umso stärker sein. Die Realität liefert bereits das Grauen, die Ausweglosigkeit und die Tragik. Der Film müsste diese Elemente nur entsprechend bündeln und überzeugend vermitteln. Stattdessen verliert sich die Inszenierung zu häufig in ihrer eigenen Mittelmäßigkeit und lässt dadurch genau jene emotionale Wucht vermissen, die dieser Geschichte angemessen gewesen wäre. Für Fans von Nicolas Cage und Tom Sizemore beziehungsweise der beteiligten Hollywoodstars mag „USS Indianapolis: Men of Courage“ trotzdem einen gewissen Reiz besitzen. Wer allerdings in erster Linie wegen der wahren Geschichte auf ein packendes und intensives Überlebensdrama hofft, dürfte eher enttäuscht werden. Die Geschichte der „USS Indianapolis“ hätte ein eindrucksvolles filmisches Denkmal verdient. Was hier daraus gemacht wurde, ist leider weit weniger beeindruckend: interessant in seinem historischen Ausgangspunkt, aber nicht annähernd so spannend und eindringlich, wie es diese Geschichte eigentlich ermöglichen würde. |
| Bildbewertung: | Das Bild ist ein wenig zu grell ausgefallen, doch die klare Schärfe und die Details sind mehr als hervorragend. |
| Tonqualität: | Der Score ist besser als die Umsetzung der Story und kommt bei der deutschen Tonspur ausgezeichnet dynamisch daher, genauso wie die Dialoge. Bei der Originalsprachfassung erklingt allerdings alles viel glaubwürdiger.. |
| Bonusbewertung: | Ein nettes Making of mit einer ordentlichen Laufzeit (ca. 33 Minuten) und eine Galerie gibt es als Extras. Durchschnittlich! |
| Zusätzliche Info: | – |
| Abspann: | Nein. Weder während noch nach dem Abspann kommen noch Szenen. |
| Wendecover: | Ja. |
| VÖ-Kauf: | 23. Oktober 2017 |
| EAN: | 4260495763255 |
| Weitere Infos: | www.ksmfilm.de |
| Easter Eggs: | Keine. |