


Ratten, überall Ratten! Sie schlummern in Brotkästen, tanzen auf Tischplatten und klauen Torten dreist unter den Augen der Bäcker… Was also braucht jede Stadt? Einen geschickten Rattenfänger! Auftritt Maurice – ein gewiefter sprechender Kater, der die perfekte Masche entdeckt hat, um sich eine goldene Nase zu verdienen. Gemeinsam mit dem naiven Menschenjungen und Flötenspieler Keith und einer kunterbunten Truppe schlauer sprechender Ratten zieht er von Dorf zu Dorf, um die Bewohner um ihr Geld zu erleichtern. Alles läuft wie am Schnürchen, bis das ungewöhnliche Team in dem entlegenen Dorf Bad Blintz ankommt und feststellen muss, dass ihr Plan diesmal nicht aufgeht. Doch Maurice wäre nicht Maurice, wenn er nicht mit jeder Menge List und Tricks versuchen würde, das düstere Geheimnis des kleinen Städtchens zu lüften…
Originaltitel: The Amazing Maurice
Regie: Toby Genkel.
Drehbuch: Terry Rossio, Terry Pratchett, Robert Chandler.
Darsteller: Maurice, Malicia, Boss Man, Keith, Peaches, Sardines, Darktan.
Genre: Animation / Familie / Abenteuer
Land: UK / Deutschland
FSK: 6 Jahren.
Laufzeit: 93 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Deutsch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1, Hörfilmfassung
Untertitel: deutsch.
Extras: Making-of, Hinter den Kulissen, Interviews, Ratten-Rätsel, Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH.
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein sprechender Kater, eine Gruppe ungewöhnlich kluger Ratten und jede Menge schräger Einfälle – schon die Ausgangssituation von The Amazing Maurice macht deutlich, dass hier vor allem das jüngere Publikum im Mittelpunkt steht. Der Film möchte in erster Linie unterhalten und liefert genau das: ein turbulentes Abenteuer voller Witz, Fantasie und liebenswerter Figuren. Große Tiefgründigkeit sucht man dabei allerdings vergeblich.
Der Humor orientiert sich überwiegend an bekannten Mustern. Viele Charaktere entsprechen vertrauten Typen des Animationsfilms, ebenso die Gags, die zwar durchaus funktionieren, aber nur selten wirklich überraschen. Dadurch bleibt der Film jederzeit sympathisch, entwickelt jedoch kaum eine eigene Handschrift, die ihn nachhaltig von anderen Familienproduktionen abheben würde.
Auch die Erzählweise macht es dem Zuschauer nicht immer leicht. Durch die Vielzahl an Figuren und ständig wechselnden Handlungssträngen wirkt die Geschichte stellenweise etwas unübersichtlich. Gerade jüngere Zuschauer könnten gelegentlich Mühe haben, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt, dass der Handlung ein klarer roter Faden fehlt. Manche Ereignisse folgen etwas sprunghaft aufeinander, wodurch der Film nicht immer den gewünschten Erzählfluss entwickelt.
Besonders schade ist das deshalb, weil Maurice der Kater zwischendurch immer wieder beweist, welches Potenzial in ihm steckt. Wann immer der Film seinen wunderschönen, fast märchenhaften Zeichenstil stärker in den Vordergrund rückt, entfaltet er einen ganz eigenen Charme. Gerade diese liebevoll gestalteten Sequenzen besitzen eine Wärme und Kreativität, die man sich über die gesamte Laufzeit häufiger gewünscht hätte. Sie verleihen dem Abenteuer Persönlichkeit und erinnern daran, wie wirkungsvoll klassische Illustrationen auch heute noch sein können.
Die eigentliche Geschichte hätte genau von dieser märchenhaften Atmosphäre profitieren können. Stattdessen verliert sie sich hin und wieder in zu vielen Figuren und Nebenhandlungen, wodurch manche emotionale Momente nicht die Wirkung entfalten, die durchaus möglich gewesen wäre. Letztlich richtet sich der Film jedoch klar an sein junges Publikum – und genau dort dürfte er seine größten Erfolge feiern. Kinder werden sich vermutlich kaum an erzählerischen Schwächen stören, sondern vielmehr den humorvollen Figuren, den fantasievollen Ideen und den vielen kleinen Abenteuern folgen. Erwachsene erkennen dagegen durchaus das verschenkte Potenzial einer Geschichte, die mit etwas mehr Struktur und einem konsequenter eingesetzten visuellen Stil noch deutlich stärker hätte ausfallen können.
So bleibt Maurice der Kater eine sympathische Familienunterhaltung, die zwar keine neuen Wege beschreitet, aber dennoch genügend Charme besitzt, um einen vergnüglichen Filmnachmittag zu bieten. Die größte Stärke liegt dabei nicht in der Geschichte, sondern in ihrer liebevollen visuellen Gestaltung – und genau diese hätte ruhig noch häufiger das Kommando übernehmen dürfen.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Ein Katzenjammer gibt das Bild nicht ab. Wie üblich überzeugt fast jeder Animationsfilm mit einer erstklassigen Qualität. Hervorragend gute Details, eine perfekte Schärfe und eine strahlende Farbwiedergabe. Da kann auch der Schwarzwert sehr gut mithalten.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound ist standardmäßig gut abgemischt. Wobei einige Soundeffekte etwas dezent daher kommen. Dialoge und Musik präsentieren sich auf der gleichen Welle und wurden mit reichlich Dynamik angereichert. Man versteht aber alles klar.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Ach sieh mal einer an. Ungewohnt liefert EuroVideo viele tolle Extras im Bonusbereich. Das eine oder andere ist etwas kurz gehalten aber allesamt sind mit ausreichenden Informationen versehen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. Juli 2023
www.eurovideo.de