


Detective Steve Wakes (Bruce Willis) hat Rache geschworen und setzt alles daran, den Mord an seinem Partner aufzuklären. Dafür schließt er sich mit der Zeugin Madison (Nicky Whelan) zusammen, die nach einer Schießerei ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Kugel in ihrem Bein ist das einzige Beweisstück, um die Täter zu überführen. Um Madison besser beschützen zu können, verlegt Wakes sie eigenmächtig auf die Isolierstation. Doch das hält die Verfolger nicht auf. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt und Wakes schlimmste Befürchtungen werden war…
Originaltitel: Trauma Center
Regie: Matt Eskandari.
Drehbuch: Paul Da Silva.
Darsteller: Nicky Whelan (Halloween 2), Bruce Willis (Stirb langsam), Tito Ortiz (Born 2 Die), Texas Battle (Final Destination 3), Catherine Davis, Tyler Jon Olson, Sergio Rizzuto.
Genre: Action / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: keine.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH.
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Man muss „Trauma Center“ schon zugutehalten, dass der Film eine Entscheidung getroffen hat, die ihm vermutlich mehr hilft, als es zunächst klingt: Bruce Willis spielt hier glücklicherweise nicht die Hauptrolle. Denn seine Präsenz wirkt ausgesprochen lustlos und blass. Wo man eigentlich eine gewisse Energie oder zumindest das Interesse an der eigenen Rolle erwarten könnte, entsteht eher der Eindruck, als würde Willis seine Szenen möglichst schnell hinter sich bringen wollen. Seine Beteiligung verleiht dem Film zwar einen bekannten Namen, kann die eigentliche Qualität der Geschichte aber kaum aufwerten. Auch die Story selbst gehört nicht gerade zu den Stärken des Films. Sie ist dünn, ihre Entwicklung ziemlich vorhersehbar und große Überraschungen sollte man nicht unbedingt erwarten. Vieles lässt sich bereits früh erahnen, wodurch die erzählerische Spannung zunächst auf wackeligen Beinen steht. Die Figuren sind weniger tief ausgearbeitet, als es für einen wirklich starken Thriller nötig wäre, und die Handlung nutzt ihr Ausgangsszenario nicht immer so konsequent aus, wie es möglich gewesen wäre. Interessanterweise schafft es „Trauma Center“ trotzdem, aus diesem überschaubaren Material noch eine gewisse Spannung herauszuholen. Der entscheidende Faktor ist dabei weniger die Geschichte selbst als die Situation, in die seine Figuren geraten. Der Überlebenskampf in einem verlassenen Krankenhaus entwickelt eine unangenehme Atmosphäre, weil die Umgebung selbst zur Bedrohung wird. Lange, leere Gänge, abgeschottete Bereiche und die ständige Unsicherheit darüber, was als Nächstes passieren könnte, geben dem Film einen gewissen Nervenkitzel. Die Handlung mag vorhersehbar sein, doch nicht jede einzelne Situation lässt sich sofort einschätzen.
Vor allem die Action sorgt dafür, dass der Film nicht in seiner eigenen dünnen Geschichte stecken bleibt. Die Auseinandersetzungen sind ordentlich portioniert und treiben das Geschehen immer wieder voran. „Trauma Center“ versucht gar nicht erst, aus seinem überschaubaren Konzept ein großes Thriller-Epos zu machen. Stattdessen konzentriert sich der Film darauf, seine Figuren möglichst schnell in gefährliche Situationen zu bringen und daraus einen kurzweiligen Überlebenskampf entstehen zu lassen. Das funktioniert nicht immer spektakulär, aber ausreichend gut, um das Interesse aufrechtzuerhalten. Gerade die Unberechenbarkeit einzelner Momente rettet den Film immer wieder vor der völligen Vorhersehbarkeit. Man kennt zwar grob die Richtung, in die sich die Geschichte bewegen wird, doch die konkrete Umsetzung besitzt genügend Dynamik, um nicht vollständig nach Schema F abzulaufen. Das verlassene Krankenhaus bietet dafür einen geeigneten Schauplatz, der dem Geschehen eine klaustrophobische Note verleiht und aus einem eher einfachen Thrillerkonzept zumindest zeitweise eine spannende Katz-und-Maus-Jagd macht. „Trauma Center“ ist deshalb weit davon entfernt, ein herausragender Thriller zu sein. Dafür sind Geschichte und Figuren schlicht zu dünn, und Bruce Willis hinterlässt mit seiner lustlosen Darstellung ebenfalls keinen bleibenden Eindruck. Trotzdem funktioniert der Film erstaunlich ordentlich als kurzweilige Unterhaltung. Die Action ist passabel, das Szenario besitzt Atmosphäre und der Überlebenskampf entwickelt genügend Spannung, um die Schwächen der Handlung zumindest teilweise auszugleichen. Am Ende bleibt solide Thrillerkost, die keine großen Ansprüche stellt und diese auch nicht unbedingt erfüllen muss. Wer eine tiefgründige Geschichte oder einen besonders raffinierten Plot erwartet, dürfte enttäuscht werden. Wer dagegen einfach einen kurzweiligen Überlebenskampf mit etwas Action und einer passenden Portion Unberechenbarkeit sucht, bekommt hier durchaus einen unterhaltsamen Genrevertreter. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger: kurzweilig gut.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein heller Kontrast und satte Farben sind genauso hervorragend wie auch die glasklare Schärfe. Auch der Schwarzwert kann ausreichen kräftig überzeugen. Die Details zeigen sich sehr fein. Die Beleuchtung im Film sorgt leider auch für einige Unschärfen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Räumlich gibt es jede Menge Dynamik, vor allem bei den Actionszenen und doch ist es nicht gleich Raumklang. Sondern eher frontlastig. Auch wenn beim Sound die Details nicht immer exakt stimmen, ist man zufrieden. Die Dialoge gehen bei so viel Dynamik aber nie unter, diesen sind durchgehend klar verständlich und ebenfalls sehr kräftig.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Nur der Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 10. Dezember 2020