


John Hunter ist Vietnam-Veteran, Elitekämpfer und Meister der tödlichen Ninja-Kunst. Eigentlich wollte er der Gewalt endgültig den Rücken kehren. Doch als seine Tochter von einer geheimen Ninja-Organisation entführt wird, die an einer gefährlichen biologischen Waffe arbeitet, bleibt ihm keine Wahl: Hunter muss ein letztes Mal in den Krieg ziehen. Gemeinsam mit seinem alten Freund Hopkins kämpft Hunter sich durch feindliche Dschungelcamps, Horden von Ninjas, brutalen Auftrags- mördern und mutierten Kreaturen.
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Benjamin Combes liefert mit „Commando Ninja“ eine französische Trash-Actionperle, die sich mit voller Hingabe dem Actionkino der Achtzigerjahre verschreibt. In gerade einmal 68 Minuten wird ein derart absurder Mix aus übertriebener Action, handgemachten Effekten und bewusst billig wirkender Synchronisation entfesselt, dass man sich unweigerlich fragt, was bei dieser Produktion eigentlich geraucht wurde. Der Film ist ein echtes Nischenprodukt, aber eines, dessen Begeisterung für das Kino dieser Ära in jeder Phase spürbar wird. Die Einflüsse sind unverkennbar: „Predator“, „Mad Max“ und das legendäre Actionlabel Cannon Films stehen ebenso Pate wie zahlreiche weitere Genreklassiker. Die Anspielungen sind allgegenwärtig und werden mit einer Begeisterung präsentiert, als hätte Benjamin Combes seine persönliche Videothek geplündert und sämtliche Fundstücke in einen Mixer geworfen. Das Ergebnis ist eine humorvolle Hommage an eine Zeit, in der muskelbepackte Helden, übertriebene Action und handgemachte Spezialeffekte zum guten Ton gehörten. Wer mit diesen Filmen aufgewachsen ist, dürfte zahlreiche vertraute Elemente entdecken und sich über die liebevolle Überzeichnung köstlich amüsieren. Seinen ganz eigenen Charme entwickelt „Commando Ninja“ durch den handgemachten Look, die hemmungslosen Splattereffekte und eine Synchronisation, die mit Absicht so herrlich billig und cheesy klingt, dass man sie einfach lieben muss. Die Produktion macht aus ihren begrenzten Mitteln eine Tugend und zelebriert ihre offensichtlichen Schwächen mit einer Selbstverständlichkeit, die perfekt zum bewusst überzeichneten Stil passt. Hier darf es künstlich, schräg und vollkommen übertrieben sein. Die Effekte besitzen jene wunderbar unperfekte Qualität, die den Charme klassischer B-Movies ausmacht, während die bewusst überzogene Präsentation zuverlässig für Lacher sorgt. Wie soll man diesen Wahnsinn überhaupt angemessen beschreiben? Was wurde hier geraucht? Selbst eine ausführliche Erklärung würde vermutlich nur einen Bruchteil dessen erfassen, was dieser Film an Absurditäten auffährt. Gummi-Echsen, ein Armut-unterm-Hemd-Effekt und jede Menge Puppen werden in den Kampf geschickt, als hätte jemand sämtliche Regeln des guten Filmgeschmacks großzügig ignoriert. „Commando Ninja“ setzt auf eine völlig abgedrehte Mischung aus Trash, Action und handgemachtem Unsinn. Die Grenzen zwischen bewusstem Augenzwinkern und herrlich absurden Einfällen verschwimmen dabei derart zuverlässig, dass man sich irgendwann einfach zurücklehnen und das Spektakel genießen sollte. Auch beim Splatter kennt der Film wenig Zurückhaltung. Blut spritzt, Körperteile fliegen, und die Gewalt wird mit einer derart überzeichneten Begeisterung inszeniert, dass das Geschehen beinahe 80s-gamingartige Züge annimmt. Die handgemachten Effekte passen hervorragend zum schäbigen Old-School-Stil und verleihen dem Film eine greifbare, herrlich altmodische Qualität. Ein zusätzlicher Höhepunkt ist die Geografie dieser Produktion: Egal, in welchem Land die Handlung gerade spielt, irgendwie sieht alles gleich aus. Vietnam und Kanada scheinen hier geografisch betrachtet direkt nebeneinander in derselben Stadt zu liegen. Wer einen Atlas zur Hand nimmt, sollte ihn besser wieder weglegen. Die Landschaften machen sich ihre eigenen Regeln. Ein wenig Geduld verlangt lediglich der finale Kampf. Der zieht sich trotz der ohnehin überschaubaren Gesamtlaufzeit von 68 Minuten erstaunlich in die Länge und hätte durchaus etwas straffer ausfallen dürfen. Selbst bei einer derart kurzweiligen Produktion kann eine überdehnte Actionsequenz auffallen. Der Rest des Spektakels bietet jedoch genügend absurde Einfälle, Splatter und handgemachte Geschmacklosigkeiten, um über diese kleine Geduldsprobe hinwegzutrösten. Wer „Commando Ninja“ ernst nimmt, verpasst den größten Witz dieses herrlich abgedrehten Streifens im Grindhouse-Stil. Hier geht es nicht um eine glaubwürdige Geschichte mit sauber ausgearbeiteten Figuren oder ausgefeilter Dramaturgie, sondern um eine humorvolle Liebeserklärung an das Actionkino der Achtzigerjahre. Die bewusst billigen Effekte, die übertriebene Gewalt und die Synchronisation gehören zum Vergnügen dazu. Wer sich darüber beschwert, dass die Gummi-Echsen künstlich aussehen oder die Dialoge klingen, als hätte man sie in einer schlecht isolierten Garage aufgenommen, übersieht womöglich genau das, was diesen Film so unterhaltsam macht. Oder zahlt noch immer Alimente für die frühere Alte. Und dann ist da noch der Titelsong. Sobald die Nummer einmal im Kopf festgesetzt ist, bekommt man sie so schnell nicht wieder heraus. Der Ohrwurm passt perfekt zu diesem völlig enthemmten Gesamtkunstwerk und setzt dem Wahnsinn noch eine musikalische Krone auf. Zum Glück gibt es bereits eine Fortsetzung, sodass die Hoffnung auf weiteren Unsinn dieser Sorte bestehen bleibt. Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch deren Veröffentlichung auf Blu-ray nicht allzu lange Zeit lässt. „Commando Ninja“ ist eine herrlich schräge Trash-Actionperle, die ihre Achtzigerjahre-Leidenschaft mit handgemachten Effekten, hemmungslosem Splatter und einer gehörigen Portion Humor auslebt. Der lang geratene Endkampf ist verschmerzbar, denn die vielen absurden Einfälle und der unverwechselbare Old-School-Charme machen den Film zu einem großen Vergnügen für Fans dieser Art von Unterhaltung. Hirn ausschalten, Lautstärke hochdrehen und den Unsinn genießen: Viel mehr muss man über diesen abgedrehten Streifen eigentlich nicht wissen.
Verdammt, ist das Bild der Blu-ray grell! Doch bei einem Film wie Commando Ninja gehört diese überdrehte Optik einfach zum Konzept. Knallige Farben, eine bewusst überzogene Bildgestaltung und leichte, gezielt eingesetzte Unschärfen sorgen für genau jene visuelle Übertreibung, die hier gefragt ist. Abseits dieser gewollten Stilmittel präsentiert sich die Schärfe gestochen klar und lässt Details sauber hervortreten. Was bei einer gewöhnlichen Produktion womöglich als misslungene Abstimmung durchgehen würde, passt hier erstaunlich gut zur inszenatorischen Ausrichtung. Weniger grell wäre in diesem Fall beinahe schon der falsche Weg gewesen.
Der Score steht ganz klar im Mittelpunkt der Tonspur und wird entsprechend prominent nach vorne gemischt. Dabei überzeugt er mit einer sauberen Wiedergabe und ordentlicher Dynamik, während die räumliche Wirkung eher überschaubar bleibt. Auch bei den Dialogen wird kein unnötiger Feinschliff betrieben: Die wenigen Wortwechsel klingen passend plump und dumpf, was hervorragend zum überdrehten Charakter des Films passt. Hier soll schließlich nicht lange gefackelt, sondern geballert werden. Klangliche Finesse steht da nicht unbedingt an erster Stelle, und genau diese bewusste Grobschlächtigkeit fügt sich wunderbar ins Gesamtbild ein.
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Das Bonusmaterial ist ein echtes Highlight. Allein das Making-of übertrifft mit seiner Laufzeit sogar die Länge des Films und liefert dabei ausgesprochen unterhaltsame und interessante Einblicke in die Entstehung. Hier erfährt man mehr über die Produktion, als man es von manchem millionenschweren Blockbuster gewohnt ist. Dazu gesellt sich ein Kurzfilm, der optisch erstaunlich hochwertig daherkommt. Trailer, Spots und Musik runden das Paket ab. Umfangreich, abwechslungsreich und mit spürbarer Leidenschaft zusammengestellt – genau so darf Bonusmaterial aussehen.