

Als das moderne Tablet „Lilypad“ in Bonnies Kinderzimmer Einzug hält, gerät die vertraute Welt ihrer Spielzeuge gehörig ins Wanken. Fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten, die ihr das neue technische Spielzeug eröffnet, taucht Bonnie immer tiefer in die digitale Welt ein. Besonders die spannenden Social-Media-Funktionen von Lilypad ziehen sie in ihren Bann, sodass ihre bisherigen Spielgefährten zunehmend in Vergessenheit geraten. Was einst von fantasievollen Abenteuern, gemeinsamen Spielen und liebevollen Erinnerungen geprägt war, droht nun von der Faszination moderner Technik verdrängt zu werden. Vor allem Jessie, Bonnies langjähriges Lieblingsspielzeug, kann und will sich mit dieser Entwicklung nicht abfinden. Entschlossen, ihren besonderen Platz in Bonnies Herzen zurückzugewinnen, nimmt sie gemeinsam mit Woody, Buzz und den übrigen Spielzeugen den Kampf um Bonnies Aufmerksamkeit auf. Dabei erkennen sie, dass sie den Herausforderungen der digitalen Welt nicht allein mit ihren eigenen Mitteln begegnen können. Mithilfe elektronischer Spielzeuge schmieden sie einen ungewöhnlichen Plan, um Bonnie und andere Kinder zum Nachdenken über ihren Umgang mit neuen Technologien anzuregen. Ihr Ziel ist es, die Begeisterung für Bildschirme und digitale Unterhaltung in ein ausgewogenes Verhältnis zum traditionellen Spielen zu bringen und den Kindern zu zeigen, wie viel Freude, Kreativität und Geborgenheit in ihren altvertrauten Spielzeugen steckt. So beginnt ein turbulentes Abenteuer, das nicht nur die Freundschaft zwischen Bonnie und ihren Spielzeugen auf die Probe stellt, sondern auch die Frage aufwirft, welchen Platz moderne Technik im Leben von Kindern einnehmen sollte.
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Mit dem fünften Teil der „Toy Story“-Reihe stellt Pixar seine lieb gewonnenen Spielzeughelden vor eine Herausforderung, die aktueller kaum sein könnte: den Konflikt zwischen klassischem Spielzeug und einer digitalen Welt, die längst einen festen Platz im Alltag der Kinder eingenommen hat. Das froschförmige Tablet Lilypad wird zum Sinnbild dieser Entwicklung und stellt die Frage, welchen Stellenwert die vertrauten Spielgefährten noch besitzen, wenn Bildschirme um die Aufmerksamkeit der jüngsten Generation konkurrieren. Andrew Stanton verbindet diese zeitgemäße Thematik mit dem gewohnten Humor und der emotionalen Wärme der Reihe. Die Ausrichtung ist mittlerweile allerdings deutlich stärker auf Kinder zugeschnitten. Erwachsene können sich dennoch auf eine nostalgische Reise freuen, die Erinnerungen an frühere Abenteuer weckt und trotz einiger Schwächen erneut ihren Zauber entfaltet. Die Auseinandersetzung zwischen analogem Spielzeug und digitaler Unterhaltung bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Der Film zeigt auf unterhaltsame Weise, wie sich die Spielgewohnheiten verändern und wie schwer es die klassischen Figuren inzwischen haben, mit der Faszination moderner Technik mitzuhalten. Ausgerechnet an dieser Stelle hätte die Geschichte jedoch mehr Mut beweisen dürfen. Die gesellschaftskritischen Töne bleiben auffallend zurückhaltend, insbesondere wenn es um die Verantwortung der Eltern im Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien geht. Genau hier hätte ein wesentlicher Teil der Problematik angesetzt werden können: Nicht allein die Geräte bestimmen, wie Kinder ihre Zeit verbringen, sondern auch die Erwachsenen, die ihnen den Zugang ermöglichen und den Umgang damit begleiten sollten. Dass dieser Aspekt weitgehend ausgeklammert wird, nimmt der ansonsten aktuellen Geschichte einen Teil ihrer möglichen Tiefe. Cowgirl Jessie rückt diesmal stärker in den Vordergrund und erhält eine sehr schöne und emotionale Charakterentwicklung. Ihre Rolle verleiht dem Abenteuer eine persönliche Ebene, die über den eigentlichen Konflikt zwischen Spielzeug und Tablet hinausgeht. Jessie darf mehr sein als eine vertraute Figur aus dem bisherigen Ensemble und bekommt Raum, ihre Gefühle und ihre eigene Bedeutung innerhalb der Gruppe zu entfalten. Diese Entwicklung gehört zu den stärkeren Elementen des Films und zeigt, dass die Reihe auch nach fünf Teilen noch Möglichkeiten findet, ihre bekannten Charaktere weiterzuentwickeln. Für reichlich Unterhaltung sorgen der temporeiche Humor, zahlreiche charmante Einfälle und eine Reihe gelungener neuer Nebenfiguren. Die Geschichte bleibt zugänglich und abwechslungsreich, ohne ihre jüngste Zielgruppe aus den Augen zu verlieren. Visuell zeigt sich Pixar ebenfalls experimentierfreudig: Neben dem gewohnt fotorealistischen Animationsstandard stechen vor allem jene Passagen hervor, in denen Bonnies kindliche Fantasie Gestalt annimmt. Sobald sie mit ihren Figuren spielt, verändert sich die Bildsprache und öffnet sich zu einem bunten, träumerischen Comic-Look. Diese Szenen wirken verspielt, lebendig und wunderbar kindlich. Der Wechsel zwischen der detailreichen Pixar-Welt und den fantasievollen Vorstellungen des Mädchens gehört zu den visuellen Höhepunkten und erinnert daran, wie grenzenlos die Vorstellungskraft eines Kindes sein kann. Trotz der vielen gelungenen Einfälle bleiben einige vertraute Figuren erstaunlich blass. Rex und Specki, die über Jahre hinweg zum unverwechselbaren Inventar der Reihe gehört haben, verkommen weitgehend zu Statisten. Ausgerechnet Charaktere, die früher mit ihren Eigenheiten und ihrem Humor zum Charme der Filme beitrugen, erhalten diesmal nur wenig Gelegenheit, sich wirklich einzubringen. Auch die Geschichte selbst wirkt stellenweise recht seicht. Es gäbe genügend Momente, um die emotionale und gesellschaftliche Dimension des Themas stärker auszuloten, doch der Film entscheidet sich häufig für den leichteren Weg. Die Unterhaltung steht klar im Vordergrund, während die tiefer gehenden Gedanken nur angerissen werden. Für Diskussionen dürfte zudem die Rückkehr von Woody sorgen. Nach dem emotionalen Ende von „Toy Story 4“ fühlt sich seine erneute Einbindung in das Geschehen stellenweise konstruiert an. Der vorherige Abschluss hatte dem Charakter einen bewegenden und durchaus endgültig wirkenden Abschied ermöglicht. Diese Wirkung wird durch die Fortsetzung ein Stück weit abgeschwächt. Für jüngere Zuschauer dürfte das kaum eine Rolle spielen, schließlich bekommen sie eine vertraute Figur zurück, die sie längst ins Herz geschlossen haben. Wer die Entwicklung der Reihe über viele Jahre begleitet hat, könnte sich hingegen fragen, ob diese Rückkehr wirklich notwendig war. Bei all diesen Kritikpunkten sollte allerdings nicht vergessen werden, dass die Schwächen den positiven Gesamteindruck nur geringfügig trüben. „Toy Story 5“ entwickelt die Reihe weiter, indem er ein modernes Thema aufgreift und es mit Humor, Fantasie und emotionalen Momenten verbindet. Der Film erinnert daran, wie wichtig echte zwischenmenschliche Begegnungen für Kinder sind und dass kein Bildschirm die Nähe, Geborgenheit und Kreativität ersetzen kann, die beim gemeinsamen Spielen entstehen. Dieser Gedanke ist weder neu noch besonders subtil herausgearbeitet, bleibt angesichts der digitalen Lebenswelt heutiger Kinder aber ausgesprochen relevant. Der fünfte Teil ist vielleicht nicht der beste Film der Reihe, doch er besitzt weiterhin jene besondere Magie, die „Toy Story“ seit Jahrzehnten auszeichnet. Die Figuren sind vertraut, der Humor funktioniert, die neuen Einfälle machen Spaß und die visuellen Ausflüge in Bonnies Fantasie sind schlicht zauberhaft. Die etwas oberflächliche Geschichte, die verschenkte gesellschaftskritische Tiefe und die unnötig konstruiert wirkende Rückkehr von Woody verhindern zwar, dass der Film ganz an die emotionalen Höhen seiner Vorgänger anknüpft. Für ein mitreißendes und herzerwärmendes Abenteuer reicht es trotzdem allemal. „Toy Story 5“ ist kein neuer Höhepunkt der Reihe, aber ein großer Spaß, der auf charmante Weise daran erinnert, dass die schönsten Spielwelten noch immer dort entstehen, wo Fantasie und echte Nähe zusammenkommen.
Bevor es um die eigentliche Bildqualität geht, verdient das Blu-ray-Menü einen kleinen Hinweis. Wie gewohnt steht zu Beginn die Sprachauswahl zwischen Deutsch und Englisch an. Leider ist nicht eindeutig zu erkennen, ob die weiße oder die gelbe Markierung die aktuell angewählte Option kennzeichnet. Wer hier nicht aufpasst, landet schnell bei der falschen Sprachfassung. Als Orientierung gilt: Die weiße Markierung zeigt die richtige Auswahl an. Eine klarere Kennzeichnung hätte die Bedienung allerdings deutlich erleichtert. Nach dieser kleinen Stolperfalle folgt technisch ein echtes Bilderfest. Die High-Definition-Blu-ray begeistert mit brillanten Farben und einem hellen, freundlichen Kontrast, der die animierte Welt wunderbar lebendig erscheinen lässt. Die Detailzeichnung ist bemerkenswert fein, während die Schärfe derart gestochen klar ausfällt, dass selbst die Realität neidisch über den eigenen Tellerrand schauen dürfte. Auch der satte Schwarzwert sitzt. Schwächen, störende Unsauberkeiten oder andere technische Patzer sucht man hier vergeblich. Die Bildqualität präsentiert sich schlichtweg auf höchstem Niveau und leistet sich keinen erkennbaren Fehler.
Auch akustisch liefert die Blu-ray eine überzeugende Vorstellung. Die Abmischung ist ausgesprochen sauber, steckt voller Dynamik und hält auf sämtlichen Kanälen eine Fülle an Details bereit. Die Dialoge bleiben jederzeit klar verständlich, während die zahlreichen Gags mit dem richtigen Timing und einer passenden dynamischen Abstimmung zur Geltung kommen. Allerdings wirkt die Klanggestaltung nicht mehr ganz so verspielt wie bei den vier Vorgängern. Das fällt im direkten Vergleich durchaus auf, schmälert die technische Qualität aber kaum. Der Ton bleibt kraftvoll, präzise und abwechslungsreich, auch wenn ein wenig von jener akustischen Verspieltheit verloren gegangen ist, die den bisherigen Abenteuern ihren besonderen Charme verlieh.
Das Bonusmaterial nimmt zunächst kurz Rückblick auf die ersten vier Filme, bevor es sich anschließend ganz dem fünften Abenteuer widmet. Die zusätzlichen Beiträge gewähren schöne Einblicke in die Entstehung und zeigen ausführlich genug, wie die kreativen Ideen ihren Weg auf die Leinwand gefunden haben. Auch die Original-Synchronisation kommt nicht zu kurz: Die beteiligten prominenten Stimmen und ihre Arbeit werden in ansprechenden Ausschnitten vorgestellt. Das eigentliche Highlight sind allerdings die Konzeptzeichnungen zu den geschnittenen Szenen. Sie eröffnen einen spannenden Blick auf Ideen, die es letztlich nicht in den fertigen Film geschafft haben. Eine dieser Szenen trägt den Titel „Wiedersehen“ und wirft unweigerlich die Frage auf, weshalb sie gestrichen wurde. Gerade hier steckt jene emotionale Tiefe, die dem Film an manchen Stellen gutgetan hätte. Die Szene hätte nicht nur die Geschichte bereichert, sondern möglicherweise auch erwachsene Zuschauer stärker angesprochen. Manchmal sind es eben ausgerechnet die Momente, die aus einem Film verschwinden, die im Nachhinein am längsten nachhallen. Umso schöner, dass diese Einblicke im Bonusmaterial erhalten geblieben sind.