


Was als harmloses Online-Date beginnt, wird zu einem blutigen Überlebenskampf: Paola glaubt, in der neuen Dating-App endlich den perfekten Mann gefunden zu haben bis ihr erstes Treffen zum Albtraum wird. Gefangen in einem abgelegenen Haus voller Geheimnisse, erkennt sie zu spät, dass ihr charmantes Match ebenso tödlich wie pervers ist.
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Was sieht man sich hier eigentlich an? Diese Frage dürfte sich bei „Match“ nicht nur einmal stellen. Danishka Esterhazys Horrorfilm schlägt derart absurde Haken, dass man sich zeitweise fragt, ob das Geschehen gerade ernst gemeint ist oder längst in einem grotesken Fiebertraum angekommen ist. Genau darin liegt allerdings auch sein Reiz: Dieser Film ist erfrischend abgedreht, unbequem und herrlich schwer in eine eindeutige Schublade zu stecken. Als hätte der „Elefantenmensch“ einen bösen Zwilling bekommen, der sich dazu entschlossen hat, sein Publikum mit einer besonders verstörenden Vorstellung aus dem Konzept zu bringen. Ausgangspunkt ist die Dating-App-Nutzerin Paola, gespielt von Humberly González, die sich mit ihrem vermeintlich perfekten Online-Match Henry trifft. Was nach einem vielversprechenden Date klingt, entwickelt sich rasch zu einem Albtraum. Statt romantischer Annäherung erwartet Paola ein abgelegenes Haus, eine verstörende Familie und eine Situation, aus der sich nicht einfach mit einem schnellen Abschied entkommen lässt. Die vertraute Idee vom gefährlichen Online-Date wird hier zum Ausgangspunkt für eine Eskalation, die sich zunehmend jeder Normalität entzieht. Genremäßig bedient sich „Match“ gleich aus mehreren Töpfen. Slasher, Horrorkomödie und Home-Invasion-Thriller treffen aufeinander und ergeben eine Mischung, die sich nicht um einen sauberen Tonfall bemüht. Der Film ist gewalttätig, sexuell übergriffig und absurd-grotesk. Zwischen ernst gemeintem Horror und schwarzhumoriger, beinahe trashiger Komik liegen mitunter nur wenige Augenblicke. Dieser abrupte Wechsel dürfte nicht jedem schmecken, gehört aber zum eigenwilligen Charakter des Films. „Match“ will nicht unbedingt gefallen oder sich elegant in bekannte Genreformen einfügen. Er möchte verstören, provozieren und sein Publikum immer wieder mit Situationen konfrontieren, bei denen der eigene Geschmack auf eine ziemlich harte Probe gestellt wird. Neben der einen oder anderen taffen Performance sorgt vor allem das Böse in Person für nachhaltiges Unbehagen. Die verstörenden Figuren und die groteske Atmosphäre verleihen dem Geschehen eine unangenehme Intensität, die weit über den bloßen Schockeffekt hinausgeht. Nicht jede Wendung muss dabei vollkommen plausibel erscheinen. Vielmehr entsteht die Spannung aus der Unberechenbarkeit der Situation und dem Gefühl, dass jederzeit etwas noch Abgründigeres passieren könnte. Wer mit kompromisslosem B-Movie-Terror etwas anfangen kann und sich von schwarzem Humor, sexuellen Grenzüberschreitungen sowie grotesken Einfällen nicht sofort abschrecken lässt, dürfte hier eine ungewöhnliche Genreerfahrung finden. „Match“ ist ein harter, verstörender Horrortrip mit bizarren Nuancen und durchaus wirkungsvoller Spannung. Ein Film, bei dem die Frage, was man da eigentlich gerade gesehen hat, durchaus als Kompliment gemeint sein kann.
Die High-Definition-Blu-ray überzeugt mit einer detailreichen Auflösung und einer glasklaren Schärfe, die das Geschehen präzise zur Geltung bringt. Auch die Kontrastabstimmung erweist sich als ausgesprochen gelungen: Die Bildbereiche sind sauber abgestimmt, sodass Details gut erkennbar bleiben und nichts unnötig im Dunkeln verschwindet. Der Schwarzwert liefert ebenfalls eine ausreichende Tiefe und fügt sich stimmig in die Bildgestaltung ein. Eine technisch überzeugende Präsentation, die sich keine nennenswerten Schwächen leistet.
Akustisch präsentiert sich die Blu-ray auf einem ebenso überzeugenden Niveau. Die Dialoge sind klar verständlich und werden mit einer kräftigen Dynamik wiedergegeben. Auch die Actionszenen profitieren von einer druckvollen Abstimmung, die dem Geschehen den nötigen Nachdruck verleiht. Hinzu kommt eine beklemmende Klangatmosphäre, die die Wirkung des Films wirkungsvoll unterstützt. Die gesamte Tonspur ist hervorragend sauber abgemischt und verbindet Sprachverständlichkeit, Dynamik und Stimmung zu einem stimmigen Klangerlebnis.
Beim Bonusmaterial herrscht leider Minimalismus. Als einzige zusätzliche Beigabe steht der Trailer zum Film bereit.