

Als ein Flugzeug von Los Angeles nach Shanghai über dem Pazifik abstürzt, beginnt für die verbliebenen Passagiere ein gnadenloser Kampf ums Überleben. Weit entfernt von jeder Rettung müssen sie nicht nur das Unglück verarbeiten, sondern auch schnell feststellen, dass sie nicht allein sind – in den endlosen Weiten des Ozeans lauert die größte Gefahr: Hungrige Haie wittern ihre Chance.
Bestellen: >SHOP!<
Ein Flugzeugabsturz mitten im offenen Meer ist schon für sich genommen ein Szenario mit enormem Spannungspotenzial. Wenn die Überlebenden anschließend auch noch in einem teilweise versunkenen Wrack um ihr Leben kämpfen müssen und sich draußen hungrige Haie nähern, sind die Zutaten für einen packenden Katastrophen- und Tierhorrorfilm eigentlich perfekt. „Deep Water – Umringt von Haien“ nutzt diese Ausgangslage mit einem ausgesprochen starken Auftakt, der vor allem durch seine aufwendige und detailreiche Inszenierung des Absturzes überzeugt. Die Eröffnungssequenz nimmt sich erfreulich viel Zeit für das Unglück. Der Flugzeugabsturz wird nicht einfach als kurzer Effektmoment abgehandelt, sondern ausführlich und mit einem guten Gespür für die dramatische Wirkung inszeniert. Die verschiedenen Abläufe, die zunehmende Eskalation und die Wucht des Geschehens sorgen für einen spannenden Einstieg, der visuell einiges zu bieten hat. Hier stimmt das Zusammenspiel aus Tempo, Inszenierung und Katastrophenatmosphäre. Ein Auftakt, der sofort deutlich macht, dass die Produktion ihre Zuschauer nicht erst lange auf Betriebstemperatur bringen muss. Nach diesem starken Beginn verliert der Film zwar etwas an Schwung, kann aber immer wieder mit sehenswerten Momenten aufwarten. Vor allem die Teile des Flugzeugs, die sich unter der Wasseroberfläche befinden, sorgen für eine reizvolle Kulisse. Das Wrack entwickelt eine eigene bedrohliche Atmosphäre und bietet der Geschichte einige visuell interessante Möglichkeiten. Die räumliche Enge, das Wasser und die ständige Gefahr von außen schaffen Situationen, in denen die Überlebenden kaum zur Ruhe kommen können. Auch oberhalb der Wasseroberfläche bleibt das Geschehen keineswegs ereignislos. Die Haiangriffe sind mit einer bemerkenswerten Härte versehen und sorgen wiederholt für zusätzliche Spannung. Erfreulich ist zudem, dass die Tiere nicht von Beginn an ausschließlich als blutrünstige Bestien dargestellt werden. Ihre Annäherung besitzt zunächst etwas Neugieriges und wirkt dadurch stellenweise realistischer als die oftmals überzeichneten Haiattacken klassischer B-Movies. Die Tiere erscheinen zunächst wie Raubfische, die ihre Umgebung erkunden und die ungewöhnliche Situation wahrnehmen, bevor sie schließlich auf den Geschmack kommen. Dieser Ansatz verleiht den Angriffen eine eigene Qualität und macht die Bedrohung auf eine unangenehme Weise glaubwürdiger. Wenn die Zurückhaltung der Haie jedoch endgültig endet, kippt die Wirkung zunehmend in Richtung des erwartbaren Tierhorror-Spektakels. Regisseur Renny Harlin kennt sich mit spektakulären Katastrophen und bissigem Unterwasserhorror bestens aus. Mit „Stirb langsam 2“ und „Deep Blue Sea“ hat er bereits zwei Filme inszeniert, die sich fest im Genre etabliert haben. In „Deep Water – Umringt von Haien“ vereint er gewissermaßen Elemente seiner beiden früheren Erfolge und liefert endlich wieder einen soliden, ausgesprochen spannenden Genrefilm ab. Die Mischung aus Flugzeugkatastrophe, Überlebenskampf und Haihorror funktioniert über weite Strecken erstaunlich gut. Auch wenn die Dramaturgie nach dem fulminanten Auftakt etwas an Kraft verliert, bleibt genügend Spannung vorhanden, um das Geschehen unterhaltsam voranzutreiben. Das größte Manko liegt allerdings bei den Figuren. Die Charaktere werden nur unzureichend ausgearbeitet und bleiben dadurch vergleichsweise blass. Ihre persönlichen Hintergründe, Eigenheiten und Beziehungen erhalten zu wenig Raum, um eine stärkere emotionale Bindung aufzubauen. Das ist bei einem Film, dessen Handlung maßgeblich vom gemeinsamen Überlebenskampf getragen wird, durchaus ein Problem. Die Gefahr ist zwar ständig präsent, doch das Schicksal der Beteiligten lässt einen nicht annähernd so intensiv mitfiebern, wie es die Situation eigentlich ermöglichen würde. Ein wenig mehr Charakterzeichnung hätte der Geschichte spürbar gutgetan. Der Absturz liefert einen erstklassigen Einstieg, das versunkene Flugzeug sorgt für eine reizvolle Kulisse und die mitunter ausgesprochen harten Haiattacken bringen die nötige Portion Nervenkitzel. Renny Harlin beweist, dass er das Gespür für wirkungsvolles Genrekino keineswegs verloren hat. Auch wenn die Figuren zu wenig Profil besitzen und der Film nach seinem starken Auftakt nicht durchgehend dasselbe Niveau halten kann, bleibt ein solider und definitiv spannender Katastrophen-Thriller, der seine beiden Genre-Zutaten wirkungsvoll miteinander verbindet.
Die Blu-ray liefert eine erfreulich hochwertige Bildpräsentation mit einer schönen Detailzeichnung und einer klaren, präzisen Schärfe. Auch bei den Actionszenen bleibt das Bild angenehm ruhig und stabil, sodass die Bewegungen jederzeit sauber nachvollziehbar sind. Die Farben präsentieren sich kräftig und strahlend, während der helle Kontrast für eine freundliche, gut abgestimmte Darstellung sorgt. Der Schwarzwert kann ebenfalls überzeugen und verleiht dem Bild eine ordentliche Dynamik. Eine rundum gelungene Umsetzung, die sich auch in den bewegungsintensiveren Momenten keine größeren Schwächen leistet.
Akustisch zeigt sich die Blu-ray von einer sauberen und dynamischen Seite. Die Dialoge sind klar verständlich in die Abmischung eingebettet, während einige räumliche Akzente für zusätzliche Lebendigkeit sorgen. Vor allem in den Actionszenen gibt es einige nette klangliche Details zu entdecken, die das Geschehen wirkungsvoll begleiten. Die Tonspur bleibt dabei stets sauber und ausgewogen, ohne sich unnötig in den Vordergrund zu drängen. Ein überzeugendes Klangbild, das seinen Zweck zuverlässig erfüllt.
Zum Film selbst gibt es leider keinerlei Bonusmaterial. Lediglich eine Trailershow mit Vorschauen auf weitere Veröffentlichungen wurde auf die Disc gepackt.