

Auf der Flucht vor Bombenangriffen werden einige Rebellen, ein britischer Gefangener und japanische Invasoren in einem verlassenen Bergwerk eingeschlossen. Hier haust der todbringende Omukade, ein vielfüßiger Dämon. Für Freund wie Feind beginnt ein gemeinsamer, brutaler Kampf ums Überleben.
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Eine klaustrophobische Mine in Thailand, japanische Soldaten, Gefangene und irgendwo tief unter der Erde eine Kreatur aus der japanischen Folklore, „Omukade“ bringt zunächst erstaunlich viele Zutaten zusammen, aus denen ein atmosphärischer Genrefilm entstehen könnte. Der thailändische Mix aus Body-Horror, Creature-Horror, Thriller und Kriegsfilm besitzt mit seinem abgeschotteten Schauplatz tatsächlich eine interessante Ausgangslage. Die Enge der Mine erzeugt eine düstere Grundstimmung und bietet genügend Möglichkeiten für Spannung, sobald sich die Bedrohung aus dem Dunkel heraus entwickelt. Dann taucht der riesige Tausendfüßler-Dämon auf. Und eigentlich könnte man bei dieser Idee durchaus neugierig werden. Ein Monster aus der japanischen Folklore, kombiniert mit klaustrophobischem Horror und einer Kriegssituation, klingt nach einer ziemlich reizvollen Mischung. „Omukade“ hat damit zumindest auf dem Papier etwas, das man sich im Creature-Horror gerne ansehen möchte. Leider bleibt von dieser vielversprechenden Idee auf der Leinwand nicht besonders viel übrig. Die Kreatur wird in nahezu jeder Hinsicht enttäuschend präsentiert. Die CGI- und Monster-Effekte sind unterirdisch und lassen kaum den Eindruck entstehen, dass hier tatsächlich ein bedrohliches und beängstigendes Wesen durch die Mine jagt. Statt aus den begrenzten Möglichkeiten das Beste herauszuholen, versteckt sich der Film zusätzlich in einer derart dunklen Bildgestaltung, dass man häufig kaum erkennt, was überhaupt passiert. Die Dunkelheit wirkt dadurch weniger wie ein bewusst eingesetztes Stilmittel als wie ein verzweifelter Versuch, die billige Umsetzung zu kaschieren. Erfolgreich ist dieser Versuch nicht. Die amateurhafte Kameraführung macht die Sache ebenfalls nicht besser und nimmt den Actionszenen zusätzlich die Wirkung. Auch bei den Figuren wird wenig geboten. Die Charakterzeichnungen bleiben ziemlich nichtssagend, während die Darsteller ihre Rollen kaum mit Leben füllen können. Hinzu kommen Dialoge, die teilweise so sinnfrei wirken, dass selbst die eigentlich interessante Ausgangssituation darunter leidet. Statt die Figuren stärker miteinander zu verbinden und die klaustrophobische Lage emotional auszuspielen, zieht sich der Film zunehmend bis zu seinen Actionszenen. Die Handlung selbst entwickelt dadurch nur wenig Sog. Wenn die Kreatur schließlich in Erscheinung tritt, müsste eigentlich die große Stunde des Films schlagen. Stattdessen fällt ausgerechnet dort auf, wie wenig aus dem vorhandenen Potenzial gemacht wurde. Ein riesiger Tausendfüßler-Dämon in einer dunklen Mine könnte für reichlich unangenehme Momente sorgen. „Omukade“ macht daraus überwiegend billigen Monster-Trash. Die wenigen brauchbaren Ansätze gehen zwischen schwachen Effekten, mäßiger Inszenierung und einer kaum greifbaren Handlung unter. Für Genrefans kann der Film trotzdem als kleiner Happen für zwischendurch funktionieren. Die Grundidee besitzt ihren Reiz, die Mine liefert eine passende Kulisse und die Mischung aus Kriegsfilm, Creature-Horror und Body-Horror ist zumindest ungewöhnlich genug, um neugierig zu machen. Viel mehr als einfache Genrespannung für einen Abend sollte man von „Omukade“ allerdings nicht erwarten. Monster-Trash der billigen Sorte, aber immerhin einer, der mit seiner kuriosen Kreatur zumindest einen gewissen Unterhaltungswert besitzt.
Mit Sicherheit hat die Busch Media Group hier technisch eine ordentliche Qualität abgeliefert. Nur leider bekommt man davon auf dem Bildschirm nicht immer besonders viel zu sehen. Der Film ist über weite Strecken ausgesprochen unscharf gefilmt, wodurch selbst vorhandene Details kaum zur Geltung kommen. Sobald die CGI-Effekte ins Spiel kommen, beginnt man beinahe an der eigenen Sehkraft zu zweifeln, denn auch hier wirkt das Bild auffällig weich und wenig definiert. Schade, denn die technischen Voraussetzungen der Disc scheinen durchaus vorhanden zu sein. Immerhin können Kontrast und Schwarzwert überzeugen und sorgen zumindest für eine solide Grundlage innerhalb der gewollt beziehungsweise stilbedingt sehr weichen Bildgestaltung.
Die deutsche Synchronisation bleibt charakterlich ähnlich blass wie die Figuren selbst. Den Sprechern gelingt es nur bedingt, den Charakteren eine markante akustische Persönlichkeit zu verleihen. Der eigentliche Sound macht dagegen einen besseren Eindruck. Die Tonspur besitzt eine ordentliche Dynamik und auch der Versuch einer sauberen Abstimmung ist deutlich hörbar. Klanglich funktioniert das Ganze damit durchaus ordentlich, auch wenn es der deutschen Synchronisation an Ausdruck und Eigenständigkeit mangelt.
Beim Bonusmaterial bleibt das Monster ebenfalls weitgehend im Dunkeln. Neben dem Trailer findet sich lediglich noch eine Trailershow auf der Disc. Ein weiteres Monster-Highlight sucht man daher vergeblich.