


Die unabhängige Witwe und Malerin CATHERINE WELDON entscheidet sich, von New York in den Wilden Westen zu reisen, um dort die letzten Indianer zu zeichnen. Doch der Verwalter McLaughlin und auch der Regierungsbeamte Groves setzen alles daran, das zu verhindern, da sie glauben, dass Catherine eine Aktivistin für die Indianerrechte ist. Doch die lässt sich nicht aufhalten und bittet den berühmten Häuptling SITTING BULL, ihn zeichnen zu dürfen. Sitting Bull sagt zu, wenn er tausend Dollar dafür bekommt. Diese nimmt er später, um Nahrung für sein Volk zu kaufen. Zwischen Sitting Bull und Catherine entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und auch große Liebe. Sie hilft Sitting Bull sein Volk davon zu überzeugen, nicht einen rücksichtslosen neuen Vertrag zu unterschreiben, der den Sioux ihr Land raubt. Doch damit wird auch sie Teil einer schrecklichen Entwicklung. Der rachsüchtige General CROOK nimmt die Ablehnung des Angebots der Sioux zum Vorwand (man unterstellt, dass die Indianer einen neuen Aufstand planen) um die Ermordung Sitting Bulls anzuzetteln und ebenso das berüchtigte Massaker am Wounded Knee. Catherines berühmtes Portrait von Sitting Bull trägt dazu bei, dass der kluge und großartige Häuptling nicht in Vergessenheit gerät.
Originaltitel: Woman Walks Ahead
Regie: Susanna White.
Drehbuch: Steven Knight.
Darsteller: Jessica Chastain (Es – Kapitel 2), Louisa Krause (King Kelly), Boots Southerland (Wyatt Earp), Sam Rockwell (Moon), Chaske Spencer (Twilight), Ciarán Hinds (Die Frau in Schwarz), Kindall Charters (Linked).
Genre: Biografie / Drama / History / Western
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews, Trailer, B-Roll, Bildergalerie.
Vertrieb: Tobis / LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Historische Stoffe bewegen sich oft auf einem schmalen Grat zwischen Fakten und filmischer Freiheit. Manchmal gelingt dieser Spagat mühelos, manchmal sorgt er für Diskussionen. Bei Woman Walks Ahead fällt genau dieser Punkt besonders ins Gewicht. Denn obwohl sich der Film auf reale Personen und historische Ereignisse stützt, nimmt er es mit der tatsächlichen Geschichte nicht immer ganz so genau. Das muss nicht zwangsläufig ein Problem sein, doch hier hinterlässt es stellenweise einen etwas zwiespältigen Eindruck. Dabei besitzt der Film durchaus viele Qualitäten. Bereits die Besetzung erweist sich als großer Pluspunkt. Allen voran überzeugt Jessica Chastain mit einer engagierten und glaubwürdigen Darstellung der Künstlerin Catherine Weldon. Sie verleiht ihrer Figur Stärke, Entschlossenheit und zugleich eine gewisse Verletzlichkeit, wodurch die emotionale Seite der Geschichte hervorragend zur Geltung kommt.
Ebenso beeindruckend präsentieren sich die Landschaftsaufnahmen. Die weiten Ebenen und die oft majestätischen Naturkulissen gehören zweifellos zu den stärksten Elementen des Films. Immer wieder verweilt die Kamera auf den beeindruckenden Landschaften und erzeugt dadurch eine Atmosphäre, die den Zuschauer förmlich in die Zeit und Umgebung eintauchen lässt. Gerade diese Bilder verleihen dem Film eine besondere Ruhe und Schönheit. Inhaltlich entwickelt sich die Geschichte weniger zu einem klassischen Western oder Historienfilm, sondern vielmehr zu einem emotionalen Drama. Im Mittelpunkt steht eine Reise voller Ideale, Hoffnungen und persönlicher Opfer. Gleichzeitig schwingt über der gesamten Handlung eine Melancholie mit, die immer wieder deutlich macht, dass nicht jede große Überzeugung zwangsläufig zu einem glücklichen Ende führt. Besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen tragen den Film über weite Strecken. Die Geschichte entfaltet dabei immer wieder eine stille Intensität und entwickelt einige wirklich bewegende Momente. Gerade deshalb funktioniert der Film emotional deutlich besser als historisch.
Für viele Zuschauerinnen dürfte die Figur der Catherine Weldon dabei eine besondere Wirkung entfalten. Der Film zeichnet das Bild einer Frau, die sich gegen gesellschaftliche Erwartungen stellt und ihren eigenen Weg geht. Dadurch entwickelt das Werk eine durchaus kraftvolle Botschaft, ohne diese ständig in den Vordergrund drängen zu müssen. Dennoch bleibt der Umgang mit den historischen Fakten ein Problem. Wer sich näher mit den tatsächlichen Ereignissen und den realen Personen beschäftigt hat, wird einige Ungenauigkeiten nur schwer übersehen können. Hier verschenkt der Film Potenzial. Denn die wahre Geschichte besitzt bereits genügend Dramatik und Bedeutung, sodass größere Freiheiten eigentlich kaum notwendig gewesen wären. Gerade deshalb entsteht der Eindruck, dass eine stärkere Orientierung an den historischen Fakten dem Film sogar geholfen hätte. Die Geschichte hätte dadurch noch glaubwürdiger und möglicherweise auch inspirierender gewirkt. So bleibt gelegentlich das Gefühl zurück, dass die Realität zugunsten einer emotionaleren Dramaturgie etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt wurde. Trotz dieser Schwächen ist „Die Frau, die vorausgeht“ keineswegs ein schlechter Film. Die starke Besetzung, die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen und die emotionale Erzählweise sorgen dafür, dass das Drama über weite Strecken fesselt und berührt. Historisch mag das Werk nicht immer treffsicher sein, als bewegende Geschichte über Mut, Überzeugung und Hoffnungslosigkeit besitzt es jedoch durchaus seine Qualitäten. Mit etwas mehr Nähe zu den tatsächlichen Ereignissen wäre daraus möglicherweise ein wirklich großes Historien-Drama geworden.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Details zeigen sich sehr fein, gestochen klare Bilder mit einer natürlichen Farbwiedergabe und einen genau abgestimmten Kontrast. Lediglich der Schwarzwert kommt da weniger satt daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Eine etwas melancholische Klangnote mit klaren Dialogen und einen räumlichen Score. Sehr sauber, weich und voller Gefühl.
Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Wenig überzeugendes Bonusmaterial.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 07. Dezember 2018
www.leoninedistribution.com