


Die 12-jährige Clara ist wie jedes andere Mädchen. Aber alles ändert sich, als sie eines Tages von einem schwarzen Kater angefallen und gekratzt wird. Clara entdeckt, dass sie plötzlich eine einzigartige Begabung hat: Sie kann mit Tieren sprechen. Schnell findet sie heraus, dass sie eine Wildhexe ist. Noch dazu eine ganz besondere, denn sie ist die Wächterin der Wilden Welt. Zusammen mit ihrer Tante Isa, ihren Freunden Oscar und Kahla stellt sie sich ihrem Schicksal: Die Natur und sich selbst retten – doch dafür muss sie gegen die mysteriöse Chimära kämpfen …
Originaltitel: Vildheks
Regie: Kaspar Munk.
Drehbuch: Poul Berg, Bo Hr. Hansen.
Darsteller: Gerda Lie Kaas, Sonja Richter, Signe Egholm Olsen, Vera Mi Fernandez Bachmann, Albert Werner Ronhard, Mary Simón Lifschitz, Henrik Mestad, Vera Torpp Larsson, Elvira Glahn, Marie Lund Asholt.
Genre: Fantasy / Familie
Land: Dänemark / Norwegen / Ungarn / Tschechische Republik
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 96 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Dänisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Teaser, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: MFA+ / Sony Pictures Home Entertainment
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Eine magische Welt, düstere Wälder und eine Atmosphäre, die durchaus an die große Zeit von „Harry Potter“ erinnert: „Wildhexe“ besitzt auf den ersten Blick einige Zutaten, aus denen ein wirklich schönes Fantasy-Abenteuer hätte entstehen können. Auch die Effekte können sich sehen lassen und liefern Bilder, von denen sich andere Produktionen durchaus etwas abschneiden könnten. Als Verfilmung der bekannten Romanvorlage funktioniert der Film allerdings deutlich weniger überzeugend. Das beginnt bereits bei der Besetzung. Mit den Darstellern wird man nur schwer warm, weil vieles ausgesprochen hölzern wirkt. Die Figuren bekommen dadurch nicht jene Lebendigkeit, die eine Fantasygeschichte dieser Art dringend benötigt. Gerade in einer Welt voller Magie, Geheimnisse und fantastischer Wesen sollte man den Eindruck gewinnen, mitten in dieses Abenteuer hineingezogen zu werden. Stattdessen bleibt eine gewisse Distanz bestehen, die sich durch große Teile des Films zieht. Auch der Aufbau der Geschichte trägt nicht unbedingt dazu bei, diese Distanz zu überwinden. Die Erzählweise kommt mit zahlreichen Längen daher und schafft es nicht immer, das vorhandene Potenzial in Spannung umzusetzen. Interessante Ideen werden aufgebaut, doch der Film entwickelt daraus nur selten jene Dynamik, die man von einem Fantasy-Abenteuer erwarten würde. Vieles bleibt über längere Strecken auf demselben Niveau, wodurch sich die Handlung eher gleichmäßig dahinschiebt, statt sich zu einem großen Abenteuer zu steigern. Die düsteren Szenen sind zwar kindgerecht umgesetzt, verlieren dadurch aber nicht nur ihre Härte, sondern leider auch einen großen Teil ihrer Spannung. Potenzielle Actionszenen werden angedeutet, bleiben in ihrer tatsächlichen Umsetzung jedoch ausgesprochen lasch. Statt großer magischer Auseinandersetzungen oder wirklich aufregender Momente gibt es eher vorsichtige Ansätze, die nie vollständig zünden. Die Welt wirkt dadurch interessanter als das Abenteuer, das innerhalb dieser Welt stattfindet. Für jüngere Zuschauer kann „Wildhexe“ durchaus abenteuerlich funktionieren. Die magische Umgebung, die fantastischen Elemente und die düstere Grundstimmung bieten genügend Material, um Kinder in diese Welt mitzunehmen. Wer jedoch die Romanvorlage kennt und ihre Atmosphäre sowie ihre Geschichte bereits ins Herz geschlossen hat, dürfte von der Verfilmung deutlich enttäuschter sein. Ausgerechnet das vorhandene Potenzial wird nicht konsequent genutzt, und aus der großen Magie entsteht dadurch eher ein kleineres Abenteuer. So bleibt ein durchschnittlicher Familienfilm mit einer durchaus gelungenen visuellen Seite, aber deutlichen Schwächen bei Besetzung, Erzähltempo und Spannung. Die Effekte zeigen, was möglich gewesen wäre, die Geschichte selbst schöpft diese Möglichkeiten jedoch nicht aus. Für Kinder kann die Reise in die magische Welt durchaus funktionieren, als Verfilmung einer tollen Buchvorlage bleibt „Wildhexe“ dagegen weit hinter den Erwartungen zurück. Die Magie ist vorhanden, doch Aufregung entsteht daraus leider nur selten.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bildtechnisch kann man sehr zufrieden sein, dieses überzeugt mit schönen Details und mit einer natürlichen Farbwiedergabe. Der Schwarzwert zeigt sich ausreichend satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Durchgehend sehr klare und dynamische Dialoge. Beim Sound hätte man sich gerne viel mehr Bass gewünscht, damit zumindest dieser eine packende Atmosphäre liefert. Aber so bleibt auch dieser mehr als kinderfreundlich. Ansonsten kommt der Ton sehr sauber daher.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Teaser und Trailer zum Film sind wahrlich nicht magisch.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Lene Kaaberbøls Bestseller „Wildhexe“ wurde in Deutschland über 300.000 Mal verkauft.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4030521755826
VÖ-Kauf: 07.März 2019.