


Der Kolumnist Steve Lopez ist immer auf der Suche nach einer interessanten Story. In Nathaniel Ayers findet er sie. Das auf den Straßen von Los Angeles lebende musikalische Genie leidet an Schizophrenie, die seiner möglichen Karriere als Cellist fein frühes Ende setzte. Behutsam versucht Lopez den sanften, verwirrten Mann über die Musik wieder in sein altes Leben zurückzuführen. Ayers ist dankbar, nimmt schrittweise die Hilfe an, reagiert aber aggressiv, als Lopez seine eigenen Wünsche für Ayers Leben über die seines neuen Freundes stellt.
Originaltitel: The Soloist
Regie: Joe Wright.
Drehbuch: Susannah Grant.
Darsteller: Jamie Foxxx (Ray), Robert Downey Jr. (4 himmlische Freunde), Catherine Keener (Capote), Tom Hollander (Gosford Park), LisaGay Hamilton, Nelsan Ellis, Rachael Harris, Stephen Root, Lorraine Toussaint, Justin Martin.
Genre: Biografie / Drama / Musik
Land: UK / USA / Frankreich
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 116 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Eine ungewöhnliche Freundschaft, Making-Of “Der Solist“, Unveröffentlichte Szenen, Kurz Feature: The Juilliard School, Audio comment by director Joe Wright, 28-Seitiges Booklet von Christoph N.Kellerbach.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Es gibt Filme, die den Zuschauer mit aller Macht zu Tränen rühren wollen. Und dann gibt es Filme wie The Soloist, die einen deutlich ungewöhnlicheren Weg wählen. Das Besondere an diesem Drama ist gerade, dass sich vieles nicht so entwickelt, wie man es erwarten würde. Die Geschichte verweigert sich oft den klassischen Mustern eines emotionalen Hollywood-Dramas und gewinnt genau dadurch ihre eigene Identität. Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt Regisseur Joe Wright die außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Journalisten und einem obdachlosen, an Schizophrenie erkrankten Musiker. Was zunächst wie eine vertraute Geschichte über Hoffnung und Erlösung wirken könnte, entwickelt sich jedoch in eine wesentlich komplexere Richtung. Der Film sucht keine einfachen Antworten und vermeidet viele der üblichen Klischees, die bei diesem Thema naheliegend gewesen wären. Besonders beeindruckend ist dabei die Darstellung der psychischen Erkrankung. Schizophrenie wird weder romantisiert noch als bloßes Handlungselement verwendet. Stattdessen zeigt der Film die Herausforderungen, Grenzen und Missverständnisse, die mit der Erkrankung einhergehen. Gerade dadurch entsteht eine bemerkenswerte Authentizität, die den Zuschauer zum Nachdenken anregt.
Hinzu kommt die Musik, die eine zentrale Rolle einnimmt. Sie ist weit mehr als nur Begleitung der Handlung. Die klassischen Kompositionen verleihen vielen Szenen eine zusätzliche emotionale Ebene und machen spürbar, welche Bedeutung Musik für die Figuren besitzt. Einige Momente entfalten dadurch eine fast magische Wirkung und gehen unmittelbar unter die Haut. Auch schauspielerisch bewegt sich der Film auf höchstem Niveau. Jamie Foxx liefert eine eindrucksvolle und vielschichtige Darstellung ab, während Robert Downey Jr. seinem Gegenpart die nötige Bodenständigkeit verleiht. Gemeinsam erzeugen beide eine Dynamik, die den Film trägt und die ungewöhnliche Freundschaft glaubwürdig erscheinen lässt. Interessanterweise ist es gerade die Unvollkommenheit der Geschichte, die ihre größte Stärke darstellt. Nichts fügt sich zu einem perfekten Ganzen zusammen, viele Konflikte bleiben bestehen und manche Erwartungen werden bewusst unterlaufen. Dadurch trifft der Film seine emotionalen Aussagen nicht immer direkt ins Herz, sondern entfaltet seine Wirkung auf eine andere, subtilere Weise.
Dennoch lässt „Der Solist“ fühlen. Er bewegt, ohne manipulativ zu werden, und berührt, ohne ständig auf große Gefühlsausbrüche zu setzen. Stattdessen fordert er Verständnis, Mitgefühl und Menschlichkeit ein. Gerade diese unorthodoxe Herangehensweise macht ihn so besonders. „Der Solist“ ist ein bewegendes Drama über Freundschaft, Musik und psychische Erkrankungen. Ein Film, der nicht den einfachen Weg geht und gerade deshalb lange nachwirkt. Die ungewöhnliche Erzählweise, die großartigen schauspielerischen Leistungen und die berührende Musik ergeben zusammen ein Werk, das auf seine ganz eigene Weise unter die Haut geht. Herausragend.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Details sind hervorragend fein, die Schärfe wirkt dadurch sehr klar oder anders gesagt lebendig. Die natürliche Farbwiedergabe unterstreicht dies. Und auch der Kontrast wurde hervorragend abgestimmt. Lediglich der Schwarzwert zeigt sich nicht immer so ganz gesättigt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Sehr viel Dynamik vorhanden, die Dialoge sind dadurch zwar sehr klar verständlich und auch die Musik bietet dadurch einen berührenden Klang. Doch wirkliche Räumliche Akzente verschwinden zu sehr in den Hintergrund. Insgesamt ist der Sound aber sehr sauber.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial auf der Disc ist schon ausreichend gestaltet und liefert einige interessante Einblicke über die wahre Geschichte. Doch das beiliegende Booklet in der Amaray Hülle im Schuber ist das eigentliche Highlight dieser Kaufempfehlung.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Ein Film nach einer wahren Geschichte.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260264437349
VÖ-Kauf: 06. April 2020