


Piper ist nun auf freiem Fuß, aber sie hat Schwierigkeiten ihrer neu gewonnenen Freiheit etwas Positives abzugewinnen, zumal sie die immer noch im Gefängnis sitzende Alex vermisst. Im Hochsicherheitsgefängnis geht es wie immer hoch her. Taystee könnte lebenslänglich drohen, Red leidet an Demenz und Tiffany träumt zusammen mit Crazy-Eyes von einer besseren Zukunft…
Originaltitel: Orange is the New Black – Season 7
Regie: Michael Trim, Andrew McCarthy, Constantine Makris.
Drehbuch: Jenji Kohan, Brian Chamberlayne, Vera Santamaria.
Darsteller: Taylor Schilling (The Lucky One), Natasha Lyonne (Kate & Leopold), Uzo Aduba (Mrs. America), Danielle Brooks (Jackie Cruz, Laura Gómez, Taryn Manning, Selenis Leyva, Matt Peters, Alysia Reiner, Adrienne C. Moore, Nick Sandow, Yael Stone, Kate Mulgrew, Laura Prepon, Beth Dover.
Genre: Serie / Drama / Komödie
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 810 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: 3 Featurettes: „Die Evolution von “Orange”, „Here we are… Das Ende“, „Eine Nachricht an die Fans.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Was waren das noch für Zeiten, als die ersten beiden Staffeln von Orange Is the New Black regelrecht süchtig machten. Folge um Folge verging wie im Flug und Aufhören war praktisch unmöglich. Mit der dritten Staffel begann diese Faszination allerdings langsam zu bröckeln. Staffel vier fing einen Teil dieser verlorenen Stärke zwar wieder auf, erreichte den Zauber der Anfangszeit aber ebenfalls nicht mehr. Staffel fünf markierte schließlich den deutlichen Tiefpunkt, während Staffel sechs mit ihrer glaubwürdigeren Ausrichtung zumindest wieder einen Schritt in die richtige Richtung machte. Dennoch war unübersehbar, dass der Serie allmählich die Luft ausging.
Mit der siebten und gleichzeitig letzten Staffel werden nun endgültig alle Entlassungspapiere unterschrieben. Das ist einerseits genau der richtige Zeitpunkt, andererseits fällt der Abschied überraschend schwer. Denn eines hat Orange Is the New Black über ihre gesamte Laufzeit nie verloren: ihr konstant hohes Niveau. Nicht jede Staffel war gleich stark, doch selbst ihre schwächeren Phasen besaßen immer noch genügend Qualität, um sich deutlich von vielen anderen Serienproduktionen abzuheben.
Erfreulich ist vor allem, dass sich die finale Staffel wieder stärker an den Qualitäten der ersten Jahre orientiert. Sie erreicht deren Klasse zwar nicht mehr, bemüht sich jedoch sichtbar um eine Rückbesinnung auf das, was die Serie ursprünglich so besonders gemacht hat. Der Fokus liegt wieder stärker auf den Figuren, ihren Beziehungen und den persönlichen Schicksalen, wodurch auch die Spannung spürbar zunimmt. Eine neue Suchtgefahr entsteht daraus zwar nicht mehr, dafür entwickelt die Geschichte wieder genau jene emotionale Bindung, die zuletzt etwas verloren gegangen war.
Ein ganz wesentlicher Grund dafür bleibt die außergewöhnliche Besetzung. Vom Mittelpunkt bis in die kleinsten Nebenrollen wirkt jede Figur glaubwürdig besetzt. Über sieben Staffeln sind Charaktere entstanden, die weit mehr waren als bloße Gefängnisinsassen. Ihre Vergangenheit, ihre Fehler, ihre Hoffnungen und ihre kleinen Eigenheiten machten Orange Is the New Black über all die Jahre aus. Gerade im Finale spürt man, mit welcher Hingabe das gesamte Ensemble seinen Figuren noch einmal gerecht werden möchte.
Umso bedauerlicher wirkt schließlich das Ende. Nach einer insgesamt gelungenen Abschiedsstaffel hätte die Serie einen Abschluss verdient gehabt, der den eingeschlagenen Weg konsequent zu Ende führt. Stattdessen entscheidet man sich für einen Ausgang, der stellenweise erstaunlich schmalzig und fast schon zu gefällig wirkt. Gerade nach den vielen unbequemen und ehrlichen Momenten der gesamten Serie hinterlässt diese Entscheidung einen leicht zwiespältigen Eindruck.
Und dennoch bleibt am Ende vor allem eines in Erinnerung: die Menschen hinter den Gefängnismauern. Keine andere Stärke zog sich so konsequent durch sämtliche sieben Staffeln wie die liebevolle Ausarbeitung ihrer Figuren. Genau deshalb funktionierte Orange Is the New Black selbst dann noch, wenn einzelne Handlungsstränge schwächelten. Vielleicht lässt sich dadurch sogar das etwas zu sanfte Finale besser verschmerzen. Denn ob das Leben immer spektakuläre Abschlüsse schreibt, steht ohnehin auf einem ganz anderen Blatt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Qualitativ ist wie immer noch jede Menge Luft nach oben. Das bedeutet das Bild ist weder richtig gut, noch richtig schlecht, eher mittelprächtig. Auch wenn sich die Schärfe hier sehr gut präsentiert. Leider ist vieles weich gezeichnet, dafür ist wiederum die Farbwiedergabe sehr natürlich und der Kontrast sehr gut. Nur der Schwarzwert ist wie auch schon bereits bei den vorherigen Staffeln eher dunkel Grau statt Schwarz und liefert dann nicht mal ein sattes Grau.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton kommt auch bei Staffel Sieben verlustfrei daher. Auch wenn alles insgesamt recht dialoglastig ist und der Sound sich somit eher im Frontbereich bewegt, erklingt er doch hervorragend sauber. Die wenigen Actionszenen und der Score begleiten die Dialoge zwar dynamisch aber nicht zu aufdringlich, so dass die klar verständlichen Dialoge hier immer dominieren.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Bei der Entlassung erhält man drei kurze Featurettes zurück. Man dachte beim Antritt der Haftstrafe früher wären es wesentlich mehr Extras mehr gewesen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 19. November 2020.