


Genua 1944, Emanuele Bardone schlägt sich als Betrüger und Hochstapler durch. Er nimmt Geld von Italienern an, um vorgeblich ihre Angehörigen aus den Fängen der SS zu befreien. In ständiger finanzieller Not macht er die Bekanntschaft einer Frau, die bereit ist, viel Geld in die Befreiung ihres Ehemanns zu investieren. Als kurz darauf bekannt wird, dass der Mann bereits am Vortag exekutiert wurde, fliegen Bardones Geschäfte auf und er wird verhaftet. Oberst Müller von der Wehrmacht lässt ihn am Leben und schlägt ihm einen Deal vor. Bardone soll sich in einem Gefängnis als inhaftierter Partisanengeneral della Rovere ausgeben und die Identität eines wichtigen Widerstandskämpfers auskundschaften. Bardone gewinnt hohes Ansehen bei den politischen Gefangenen. So verschmilzt er immer mehr mit seiner Rolle, verweigert den Verrat und entscheidet sich in letzter Konsequenz für den Tod.
Originaltitel: II generale Della Rovere
Regie: Roberto Rossellini.
Drehbuch: Sergio Amidei, Diego Fabbri, Indro Montanelli.
Darsteller: Vittorio De Sica, Hannes Messemer, Sandra Milo, Giovanna Ralli, Vittorio Caprioli, Nando Angelini, Herbert Fischer, Mary Greco, Bernardo Menicacci, Lucia Modugno.
Genre: Drama / Kriegsfilm
Land: Italien, Frankreich
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 140 Minuten.
Bildformat: 1.37:1 / 4:3 Vollbild.
Sprachen: Deutsch, Italienisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Die Wahrheit der Fiktion – Ein visueller Essay von Adriano Aprà, Interview mit Renzo Rossellini Jr., Interview mit Adriano Aprà, Interview mit Aldo Strappini, Originaltrailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Italienische Kinofassung.
Vertrieb: Black Hill Pictures / Plaion Pictures
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Manche Filmklassiker behalten ihre volle Wirkung über Jahrzehnte hinweg, andere werden zunehmend zu Zeitzeugen ihrer Entstehungszeit. Il generale Della Rovere gehört aus heutiger Sicht eher zur zweiten Kategorie. Dass der Film einst große Anerkennung erhielt und sogar für einen Oscar nominiert wurde, ist durchaus nachvollziehbar. Die Geschichte besitzt Gewicht, behandelt politische und moralische Fragen und setzt sich mit Themen auseinander, die auch heute noch nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Gerade deshalb bleibt das Werk grundsätzlich interessant. Allerdings zeigt sich bei einer heutigen Betrachtung auch, wie sehr sich Erzählweisen und Sehgewohnheiten verändert haben. Die Inszenierung wirkt stellenweise deutlich gealtert, während manche schauspielerischen Darstellungen nicht mehr dieselbe Glaubwürdigkeit entfalten wie zur Zeit ihrer Entstehung. Was einst als eindringlich empfunden wurde, erscheint heute gelegentlich etwas distanziert und formal.
Das bedeutet jedoch keineswegs, dass der Film seine Qualitäten verloren hätte. Im Gegenteil: Als filmisches Zeitdokument besitzt er weiterhin einen erheblichen Wert. Er vermittelt nicht nur historische Ereignisse und politische Stimmungen, sondern auch einen Eindruck davon, wie solche Geschichten damals erzählt wurden. Gerade darin liegt heute ein großer Teil seiner Faszination. Besonders interessant bleibt die moralische Dimension der Handlung. Die Fragen nach Identität, Verantwortung und persönlicher Haltung gegenüber politischen Systemen behalten ihre Relevanz und verleihen dem Film eine gewisse Zeitlosigkeit.
Was jedoch fehlt, ist die emotionale Wucht, die ein solches Thema eigentlich entfalten könnte. Der Film fordert Respekt und Aufmerksamkeit, schafft es aber nur selten, sein Publikum wirklich mitzureißen. Die Distanz zwischen Zuschauer und Geschehen bleibt oft größer, als es der Stoff eigentlich zulassen sollte. So bleibt „Der falsche General“ ein bedeutender italienischer Klassiker, dessen historische und thematische Qualitäten unbestritten sind. Als packendes Drama funktioniert er heute jedoch nicht mehr ganz so stark wie einst. Ein wichtiges Werk der Filmgeschichte und ein interessantes Zeitdokument, das noch immer viel zu bieten hat – auch wenn seine emotionale Wirkung im Laufe der Jahrzehnte spürbar nachgelassen hat.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Auf Blu-ray wirkt das Bild auch nicht frischer. Alles ist so alt, zugegeben der Film ist auch alt. Wobei die Bezeichnung „Alt“ nicht sehr nett ist. Aber es wurde nun mal auch nicht überarbeitet, oder man sieht den Unterschied nicht. Abgesehen davon kann man mit der Schärfe und auch mit dem Kontrast zufrieden sein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der saubere Ton präsentiert sich stumpf und kraftlos. Dafür sind die wichtigen Stellen klar hörbar.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Überzeugender ist das zusätzliche Bonusmaterial dessen Wahrheit der Fiktion besonders interessant ist.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: 4020628676346
VÖ-Kauf: 24. November 2022.
www.blackhillpictures.de