


Black Harry, der berüchtigte Piratenkönig, eröffnet vor seinem Ableben seiner Tochter Morgan ein Geheimnis: auf seiner Kopfhaut ist ein Drittel einer Schatzkarte eintätowiert. Die Suche nach den fehlenden Teilen führt Morgan und ihre Crew auf eine geheimnisvolle Schatzinsel! Doch auch der Erzfeind der Piratenbraut hat Blut geleckt und ein erbitterter Kampf beginnt.
Originaltitel: Cutthroat Island
Regie: Renny Harlin (Tödliche Weihnachten.
Drehbuch: Robert King, Marc Norman.
Darsteller: Geena Davis (Die Fliege), Matthew Modine (Jobs), Frank Langella (The Box), Maury Chaykin (Mein Vetter Winnie), Patrick Malahide (Middlemarch), Stan Shaw (Grüne Tomaten).
Genre: Action / Abenteuer
Land: USA / Frankreich / Italien / Deutschland
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 124 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Behind the Scenes, Interviews, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Kaum ein Abenteuerfilm der neunziger Jahre besitzt einen derart widersprüchlichen Ruf wie Cutthroat Island. Einerseits gilt der Film bis heute als einer der berühmtesten Misserfolge der Kinogeschichte, andererseits fragen sich viele Zuschauer noch immer, warum dieses aufwendige Piratenabenteuer damals derart wenig Zuspruch erhielt. Betrachtet man den Film heute mit etwas Abstand, erscheint sein schlechter Ruf tatsächlich überraschend. Die Gründe für das Scheitern an den Kinokassen waren sicherlich vielfältig. Ein entscheidender Faktor dürfte gewesen sein, dass Piratenfilme in den neunziger Jahren schlicht kein Publikumsmagnet waren. Lange bevor Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl das Genre wiederbeleben sollte, galten Piratenabenteuer in Hollywood eher als riskantes Unterfangen. Viele Produktionen dieser Art kämpften damals mit ähnlichen Problemen und blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Dabei bringt „Die Piratenbraut“ eigentlich alles mit, was ein klassischer Abenteuerfilm benötigt. Die Ausstattung ist beeindruckend, die Kulissen aufwendig gestaltet und die Kostüme sorgen für genau jene romantisierte Piratenatmosphäre, die man sich von einem solchen Film erhofft. Schon allein die Schauwerte zeigen, wie viel Herzblut und Aufwand in die Produktion geflossen sind.
Besonders beeindruckend wirken die Actionsequenzen. Hier zeigt sich ein Kinohandwerk, das heute immer seltener geworden ist. Die großen Stunts, Verfolgungsjagden, Explosionen und Schwertkämpfe wurden überwiegend praktisch umgesetzt und besitzen dadurch eine greifbare Wucht, die digitale Effekte oft nur schwer erreichen. Jede Actionszene vermittelt das Gefühl, dass hier echte Kulissen zerstört, echte Stunts durchgeführt und echte Risiken eingegangen wurden. Gerade deshalb entfaltet der Film auch heute noch eine bemerkenswerte Energie. Die Handlung mag nicht besonders komplex sein, doch das muss sie auch gar nicht. „Die Piratenbraut“ versteht sich als klassisches Abenteuerkino und konzentriert sich genau auf jene Elemente, die in diesem Genre funktionieren sollen: Tempo, Action, Humor und spektakuläre Schauwerte. Hinzu kommt, dass der Film kaum Leerlauf kennt. Kaum ist eine Verfolgungsjagd beendet, folgt bereits die nächste Auseinandersetzung. Kaum wurde ein Hindernis überwunden, wartet schon das nächste Abenteuer. Dadurch entsteht ein durchgehend hohes Erzähltempo, das den Zuschauer kaum zur Ruhe kommen lässt. Natürlich ist die Geschichte nicht frei von Klischees und manche Figuren besitzen nicht die größte Tiefe. Doch genau das gehört bei dieser Art von Film beinahe zum Konzept. Hier geht es nicht um komplexe Charakterstudien, sondern um Eskapismus, Abenteuerlust und pures Unterhaltungskino.
Vielleicht wurde der Film damals auch Opfer falscher Erwartungen. Betrachtet man ihn heute nicht als legendären Flop, sondern einfach als das, was er ist, entdeckt man einen erstaunlich unterhaltsamen Abenteuerfilm, der vieles richtig macht. Die Leidenschaft der Beteiligten ist in nahezu jeder Szene spürbar. So bleibt „Die Piratenbraut“ ein Film, der deutlich besser ist als sein Ruf. Grandiose Action alter Schule, aufwendige Ausstattung, spektakuläre Stunts und ein hohes Erzähltempo machen ihn zu einem Paradebeispiel für klassisches Popcornkino. Oft zerrissen, häufig unterschätzt und vielleicht nie wirklich fair beurteilt. Verdient hat dieser Film seinen schlechten Ruf jedenfalls nicht, denn er liefert von der ersten bis zur letzten Minute genau das, was großes Abenteuerkino verspricht: pure Unterhaltung ohne Verschnaufpause.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein leichtes analoges Filmrauschen macht sich minimal bemerkbar, doch das Bild kann hervorragend überzeugend mit einer glasklaren Schärfe (außer bei wenigen Ausnahmen), der Kontrast ist sehr hell ausgefallen. Der Schwarzwert ist solide kräftig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier kommt vor allem der erstklassige Soundtrack/Score zurgeltung, dieser man das Abenteuer noch spannender. Die Dialoge bleiben dabei immer klar verständlich und insgesamt ist alles sehr sauber abgemischt worden. Die Soundeffekte fegen regelrecht durch den Raum.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial kennt man bereits von der DVD-Ausgabe.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Der Film war vor „John Carter“ der größte Filmflopp der Filmgeschichte.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: –
VÖ-Kauf: 16. November 2017.
www.studiocanal.de