


Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: In der akademischen Männerwelt der Universität Sorbonne hat Marie Sk?odowska (Rosamund Pike) als Frau und auf Grund ihrer kompromisslosen Persönlichkeit einen schweren Stand. Allein der Wissenschaftler Pierre Curie (Sam Riley) ist fasziniert von ihrer Leiderschaft und Intelligenz und erkennt ihr Potential. Er wird nicht nur Maries Forschungspartner sondern auch ihr Ehemann und die Liebe ihres Lebens. Für ihre bahnbrechenden Entdeckungen erhält Marie Curie als erste Frau 1903 gemeinsam mit Pierre den Nobelpreis für Physik. Sein plötzlicher Tod erschüttert sie zutiefst, aber Marie gibt nicht auf. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben und für ihre Forschung, deren ungeheure Auswirkungen sie nur erahnen kann und die das 20. Jahrhundert entscheidend prägen werden.
Originaltitel: Radioactive
Regie: Marjane Satrapi.
Drehbuch: Jack Thorne.
Darsteller: Rosamund Pike (Gone Girl), Sam Riley (Maleficent), Yvette Feuer (Treadstone), Aneurin Barnard (Dunkirk), alph Berkin, Simon Russell Beale, Sian Brooke.
Genre: Biografie / Drama / Romantik
Land: UK / Hungary / China / Frankreich / USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 110 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Gespräch mit Marjane Satrapi und Rosamund Pike, Eine Rebellin in ihrem Element, Deleted Scenes, Trailer.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Wissenschaft verändert die Welt – manchmal zum Guten, manchmal mit Folgen, die erst Jahrzehnte später sichtbar werden. Genau diesen Gedanken greift Radioactive immer wieder auf und macht ihn zu seiner größten Stärke. Statt sich ausschließlich auf die Lebensgeschichte von Marie Curie zu konzentrieren, schlägt der Film immer wieder Brücken in die Zukunft. Symbolhafte Bilder zeigen die späteren Schattenseiten ihrer Entdeckungen und spiegeln sie in melancholischen Visionen wider. Diese ungewöhnliche Erzählidee verleiht dem Film eine zusätzliche Ebene und gehört zweifellos zu seinen eindrucksvollsten Momenten.
Auch die Besetzung weiß zu überzeugen. Rosamund Pike verkörpert Marie Curie mit großer Zurückhaltung und einer bemerkenswerten Intensität. Sie zeigt eine Frau, die unbeirrbar ihren Weg geht und sich in einer von Männern dominierten Wissenschaftswelt behaupten muss. Unterstützt wird sie von einem stimmigen Ensemble, das den historischen Figuren glaubwürdige Konturen verleiht.
Ebenso gelungen präsentiert sich die Ausstattung. Kostüme, Kulissen und die gesamte Inszenierung vermitteln ein überzeugendes Bild der Zeit und schaffen eine authentische Atmosphäre. Gerade die Laboraufnahmen und die detailverliebte Gestaltung der historischen Schauplätze lassen erkennen, mit welchem Aufwand die Produktion umgesetzt wurde.
Leider gelingt es dem Film nicht immer, aus diesem Potenzial das Beste herauszuholen. Die Erzählweise bleibt über weite Strecken erstaunlich zurückhaltend und wirkt stellenweise fast etwas unmotiviert. Obwohl Marie Curies Leben zahlreiche dramatische und außergewöhnliche Ereignisse bereithielt, entfaltet die Geschichte nur selten die emotionale oder erzählerische Wucht, die man sich wünschen würde. Vieles wird eher angerissen als wirklich vertieft.
Gerade bei den wissenschaftlichen Entwicklungen und den historischen Zusammenhängen fehlen immer wieder wichtige Erklärungen. Der Film setzt an einigen Stellen ein gewisses Vorwissen voraus und überspringt Ereignisse, die für ein besseres Verständnis der Figur durchaus hilfreich gewesen wären. Mehr Details hätten der Geschichte nicht nur zusätzliche Glaubwürdigkeit verliehen, sondern auch die beeindruckende Lebensleistung Marie Curies noch stärker hervorgehoben.
Hinzu kommt, dass die außergewöhnliche Persönlichkeit der Nobelpreisträgerin manchmal erstaunlich blass wirkt. Zwar erkennt man ihren Ehrgeiz und ihre Entschlossenheit, doch ihre innere Stärke, ihre Leidenschaft für die Forschung und ihr unermüdlicher Kampf gegen gesellschaftliche Widerstände hätten noch deutlicher herausgearbeitet werden können. Gerade darin verschenkt der Film einiges an emotionalem Potenzial.
So bleibt Marie Curie – Elemente des Lebens ein sehenswertes Biopic mit hervorragenden Darstellern, einer eindrucksvollen Ausstattung und einer originellen Idee, die weit über das klassische Biografiekino hinausgeht. Gleichzeitig hätte die Geschichte ihrer außergewöhnlichen Protagonistin mehr erzählerische Tiefe und Leidenschaft verdient. Historisch interessant, visuell gelungen und mit einigen starken symbolischen Momenten versehen – doch das faszinierende Leben einer der bedeutendsten Wissenschaftlerinnen der Geschichte hätte durchaus noch packender erzählt werden können. Schade.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
So hell wie eine radioaktive Strahlung zeigt sich das Bild glücklicherweise nicht. Der Kontrast kommt vielmehr recht dunkel daher, die Farbwiedergabe präsentiert sich satt genauso wie der ausgezeichnete, kräftige Schwarzwert. Begleitet von einer glasklaren und detailreichen Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton schöpft nicht alle Bereiche aus, doch erklingt er gleichmäßig und hervorragend sauber. Die Dialoge sind dabei dynamisch und somit auch durchgehend klar verständlich, wenige Soundeffekte fügen sich hervorragend in die Geschehnisse ein und sind solide gut platziert.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Standard-Extras ohne zusätzliche interessante Fakten über Marie Curie.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680086071
VÖ-Kauf: 26. November 2020.