


Die Freundschaft zweier benachbarter Farmerfamilien in den ländlichen USA bekommt unter dem Druck einer Wirtschaftskrise arge Risse. Um seinen Hof vor dem Ruin zu retten, lässt sich der Farmer George Lomack auf einen lukrativen Deal mit dem Öl- und Gaskonzern Patriot Exploration ein. Dieser möchte auf dem Land Erdgas mittels „Fracking“ gewinnen – eine ökologisch höchst umstrittene Technik. Georges Nachbarin Kathryn Dolan ist darüber entsetzt und verärgert, weil sie einen dauerhaften Schaden für das gesamte Umland befürchtet. Doch es stellt sich heraus, dass nicht nur die gute Nachbarschaft auf dem Spiel steht, denn die Bohrungen fördern eine tief verborgene, tödliche Gefahr ans Tageslicht…
Originaltitel: Unearth
Regie: John C. Lyonsm Dorota Swies.
Drehbuch: Kelsey Goldberg, John C. Lyons.
Darsteller: Adrienne Barbeau (The Fog – Nebel des Grauens), Marc Blucas (Knight & Day), Allison McAtee, Brooke Sorenson, Rachel McKeon, P.J. Marshall, Monica Wyche, Lauren Valentine, Chad Conley.
Genre: Drama / Horror / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Q&A, Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group / AL!VE AG
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Es gibt Bilder, die man nach dem Abspann einfach wieder aus dem Kopf bekommt. „Unearth“ gehört eindeutig nicht dazu. Dieser Bodyhorror entwickelt eine zutiefst beängstigende Atmosphäre und schafft es, den Zuschauer über weite Strecken mit einem unangenehm körperlichen Gefühl zurückzulassen. Von Anfang bis Ende entsteht der Eindruck, dass mit der eigenen Wahrnehmung etwas nicht stimmt und unter der Oberfläche jederzeit etwas lauern könnte. Vieles bleibt bewusst im Unklaren, was die verstörende Wirkung noch verstärkt. Der Film erklärt nicht alles, sondern lässt genügend Raum für das Unbehagen, damit sich die eigenen Gedanken den Rest selbst ausmalen können. Die Bilder sind wahrlich verstörend und gehen deutlich unter die Haut. Es geht nicht allein darum, möglichst drastische Momente zu präsentieren, sondern um die Wirkung, die solche Bilder im Zusammenhang mit der gesamten Atmosphäre entwickeln. Die eigene Haut wird hier beinahe zum Feindbild. Körperlichkeit wird nicht als etwas Vertrautes dargestellt, sondern als etwas, dem man plötzlich misstrauen muss. Genau daraus zieht „Unearth“ einen erheblichen Teil seiner Wirkung. Ein Film, der ein solches körperliches Unwohlsein von der ersten bis zur letzten Minute auslösen kann, ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die schauspielerischen Leistungen ziehen mit dieser unangenehmen Stimmung gekonnt mit. Die Darsteller verkaufen ihre Figuren nicht einfach als Mittel zum Zweck für möglichst verstörende Bodyhorror-Bilder, sondern verleihen dem Geschehen eine glaubwürdige menschliche Ebene. Dadurch wirken die Situationen noch unangenehmer, weil man nicht das Gefühl bekommt, lediglich einem grotesken Schauwert zuzusehen. Die Reaktionen der Figuren tragen einen Teil des Horrors weiter und sorgen dafür, dass die Verstörung nicht an der Oberfläche der Bilder endet. Ganz ohne Schwächen kommt die Inszenierung allerdings nicht davon. Der Aufbau funktioniert nicht durchgehend und verliert an manchen Stellen etwas von seiner Wirkung. Manche Entwicklungen hätten eine präzisere dramaturgische Führung gebraucht, damit sich die Spannung konsequenter aufbauen kann. Auch die Dialoge gehören nicht unbedingt zu den stärksten Seiten des Films und können gelegentlich etwas hölzern oder wenig überzeugend wirken. Ausgerechnet in einem Film, der so stark über Atmosphäre und körperliches Unbehagen arbeitet, fallen solche Schwächen auf, weil sie einzelne Momente aus der ansonsten sehr dichten Stimmung herausreißen. Was bleibt, ist trotzdem ein erstaunlich unangenehmer Nachgeschmack. „Unearth“ ist kein Film, dessen Wirkung einfach mit dem Abspann verschwindet. Die verstörenden Bilder, das Ungewisse und die unangenehme Vorstellung dessen, was mit dem eigenen Körper geschehen könnte, arbeiten noch lange nach. Genau diese Art von Horror kann wesentlich nachhaltiger sein als ein Film, der lediglich mit Schockmomenten um sich wirft. Hier bleibt etwas zurück, das sich nur schwer abschütteln lässt. Trotz einiger Schwächen im Aufbau und nicht immer überzeugender Dialoge besitzt „Unearth“ damit eine Qualität, die vielen Genreproduktionen fehlt: Er schafft es tatsächlich, körperliches Unbehagen auszulösen. Die Bilder verstören, die Darsteller verstärken den Eindruck und das Unklare lässt genügend Platz für die eigene Fantasie. Ein zutiefst beängstigender Bodyhorror, dessen bleibender Nachgeschmack noch lange nach dem Abspann in der eigenen Haut zu spüren ist. Nichts für schwache Nerven.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die düstere Farbwiedergabe lässt das Bild etwas trüb wirken und der helle Kontrast lässt auch den Schwarzwert etwas schwach aussehen. Doch immerhin überzeugen die klare Schärfe und die durchaus feinen Details.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge bei der deutschen Fassung erklingt recht matt und ausdruckslos. Doch die Dynamik und auch die räumliche Atmosphäre präsentieren sich ordentlich gut.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Die Online-Frage-und-Antwort-Runde vom Hardline Festival ist Kommunikationsmäßig recht langweilig.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260080329323
VÖ-Kauf: 08. Oktober 2021
www.buschmediagroup.com