


Seit dem tragischen Tod seiner Freundin leidet der angesehene Literaturprofessor Samuel Solomon (Elliot Cowan) an einem Albtraum, in dem eine Frau Opfer eines brutalen Ritualmords wird. Als die Frau aus seinen Träumen unter exakt denselben Umständen ermordet aufgefunden wird, sucht Samuel den Tatort auf. Dort trifft er auf Rachel (Ana Ularu), die ebenfalls von dem Mord geträumt hat. Gemeinsam versuchen sie, die Identität der geheimnisvollen Frau entschlüsseln und betreten eine furchterregende Welt, die von den Figuren beherrscht wird, die die Künstler im Laufe der Zeit inspiriert haben: Die Musen.
Originaltitel: Musa
Regie: Jaume Balagueró (REC).
Drehbuch: Elliot Cowan (Lost in Austen), Franka Ptente (Conjuring 2), Ana Ularu (Inferno), Leonor Watling, Manuela Vellés, Joanne Whalley, Christopher Lloyd, Cally O’Connell, Sam Hardy.
Genre: Horror / Thriller
Land: Spanien / Irland / Belgien / Frankreich
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 108 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Jaume Balagueró gehört zu den Regisseuren, die den Horror selten laut werden lassen. Statt literweise Kunstblut über die Leinwand zu kippen, setzt er lieber auf Atmosphäre, auf beklemmende Bilder und auf bekannte Gesichter, die seinen Geschichten zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen. Schon in Darkness vertraute er unter anderem Lena Olin und Oscarpreisträgerin Anna Paquin, in Fragile durfte Calista Flockhart das Fürchten lernen. Mit Muse übernehmen nun Elliot Cowan und Franka Potente diese Aufgabe – und machen ihre Sache durchweg überzeugend.
Von der ersten Minute an legt sich eine düstere, fast schon bedrückende Stimmung über den Film. Balagueró versteht es einmal mehr, aus Schatten, Stille und einer unheimlichen Grundidee eine Atmosphäre zu erschaffen, die deutlich nachhaltiger wirkt als jeder übertriebene Schockeffekt. Die Geschichte selbst besitzt dabei genügend Geheimnisse, um das Interesse konstant aufrechtzuerhalten und entwickelt einen angenehm klassischen Horrorcharakter.
Ganz ohne Schwächen bleibt der Film allerdings nicht. Die Erzählweise verliert sich immer wieder in ruhigeren Passagen, wodurch der Spannungsbogen gelegentlich etwas ins Stocken gerät. Wirklich langweilig wird Muse deshalb zwar nie, doch mit etwas strafferem Tempo hätte die Geschichte ihre Wirkung noch deutlicher entfalten können.
Gerade weil Balagueró auf Blutorgien und exzessive Gewalt weitgehend verzichtet, lebt der Film fast ausschließlich von seiner Atmosphäre. Das wirkt angenehm altmodisch und erinnert an jene Horrorfilme, die den Zuschauer lieber langsam unter die Haut kriechen, anstatt ihn im Minutentakt mit Schockmomenten zu bombardieren.
Und dann ist da noch das Finale. Während der Weg dorthin kleinere Längen besitzt, belohnt der Schluss die Geduld und rundet die Geschichte auf überzeugende Weise ab. Muse – Worte können tödlich sein ist deshalb kein Horrorfilm für Freunde des großen Gemetzels, sondern für all jene, die lieber von einer dichten Atmosphäre, einer geheimnisvollen Geschichte und einem klassischen Gruselgefühl eingefangen werden möchten. Genau darin liegen seine größten Qualitäten.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein sehr dunkel gehaltenes und somit stimmiges Bild, der Schwarzwert zeigt sich dabei von seiner kräftigsten Seite. Die Schärfe ist glasklar und die Details bei der Auflösung könnten etwas feiner sein sind aber ausreichend gut.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich. Oftmals kommt die Soundatmosphäre nicht richtig durch, dabei ist diese mehr als sehr stimmig aber eben nicht immer ausreichend dynamisch um mehr Spannung aber auch ein bedrohliches Gefühl zu erzeugen. Sauber ja aber eben mit etwas verschenktem Potenzial.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial besteht lediglich aus den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Der Film basiert auf den Roman „Die dreizehnte Dame“.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4009750308103
VÖ-Kauf: 09. Oktober 2018.
http://www.eurovideo.de