


Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben. Erst nach einer Panikattacke erlaubt sich Elsa eine Auszeit und reist nach Lanzarote. Begleitet wird sie von ihrer Freundin Patricia, die mehrfach von ihrem Mann verlassen wurde, und während des langen Festtagswochenendes im Dezember nicht in Madrid bleiben will. In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet der erfolgreiche Autor und Regisseur Raúl Durán, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt.
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Pedro Almodóvar bleibt ein Regisseur mit einer unverwechselbaren Handschrift. Auch mit „Bitteres Fest“ beweist er sein Gespür für ausdrucksstarke Bilder, komplexe Erzählstrukturen und Figuren, die sich nicht immer eindeutig greifen lassen. Unterstützt von einer hervorragenden Besetzung, zu der unter anderem Bárbara Lennie und Leonardo Sbaraglia gehören, entsteht ein anspruchsvolles Arthouse-Drama, das zum genauen Hinsehen einlädt und sich mit dem Verhältnis von Wirklichkeit und Erzählung auseinandersetzt. Die bildgewaltige Ästhetik trägt unverkennbar Almodóvars Signatur. Seine charakteristischen Primärfarben setzen kräftige Akzente, während die visuelle Detailfülle den einzelnen Szenen eine besondere Dichte verleiht. Hinter der sorgfältig gestalteten Oberfläche steckt ein Film, der mit Realität, Fiktion und Autofiktion spielt und die Grenzen zwischen diesen Ebenen immer wieder verschiebt. Das Ergebnis ist ein dichtes Kammerspiel, dessen visuelle Präzision und raffinierte Konstruktion zum Nachdenken anregen. Zugleich besitzt der Film eine selbstreflexive Komponente, die das Erzählen selbst zum Gegenstand macht. Das verschachtelte Film-im-Film-Konstrukt ist allerdings nicht immer so elegant, wie es sein möchte. Die Erzählung wirkt stellenweise etwas verkopft und steril, während sich manche längeren Passagen unnötig in die Länge ziehen. Die sorgfältige Konstruktion geht gelegentlich zulasten des natürlichen Erzählflusses. Auch emotional erreicht „Bitteres Fest“ nicht ganz die Wucht, die frühere Werke des spanischen Regisseurs auszeichnete. Wo andere Filme Almodóvars mit großer Intensität unter die Haut gingen, bleibt hier mitunter eine gewisse Distanz bestehen. Trotz dieser Schwächen ist „Bitteres Fest“ ein Arthouse-Drama der feinen Art. Die ausgeprägte Bildsprache, die selbstreflexiven Elemente und das Spiel mit verschiedenen Wirklichkeitsebenen machen den Film zu einer interessanten, wenn auch nicht durchgehend zugänglichen Erfahrung. Vor allem die hervorragende Besetzung verleiht dem Werk seine besondere Qualität und sorgt dafür, dass sich der Blick auf die Figuren jederzeit lohnt. Pedro Almodóvar liefert damit keinen seiner emotional überwältigendsten Filme, aber ein stilistisch eigenständiges und visuell beeindruckendes Drama, das seine Handschrift unverkennbar trägt. Allein wegen der starken Darsteller und der kunstvollen Inszenierung bleibt „Bitteres Fest“ ein Erlebnis. Danke, Pedro Almodóvar.
Hier strahlt einfach alles. Die Blu-ray präsentiert den Film mit einer freundlichen, hellen Bildgestaltung, die kräftige Farben wunderbar zur Geltung bringt. Der Kontrast ist angenehm hell abgestimmt, während feine Details sauber herausgearbeitet werden und die Schärfe ausgesprochen klar ausfällt. Die gesamte Präsentation wirkt frisch, lebendig und technisch hervorragend umgesetzt. Die farbenfrohe Optik kommt bestens zur Geltung und verleiht den Bildern eine besondere Strahlkraft. An dieser Bildqualität gibt es kaum etwas auszusetzen.
Bei Pedro Almodóvar gehören Dialoge und Filmmusik seit jeher zu einem harmonischen Zusammenspiel, das auch hier wieder wunderbar funktioniert. Stimmen und Score ergänzen sich zu einer klanglichen Einheit, ohne sich gegenseitig die Wirkung zu nehmen. Vor allem die Dialoge treten mit bemerkenswerter Klarheit hervor und verleihen den Worten das nötige Gewicht. Die saubere Abmischung unterstützt die Stimmung des Films, ohne sich unangenehm in den Vordergrund zu drängen. So entsteht ein angenehmes, stimmiges Klangbild, das einen schnell in seinen Bann zieht.
Das Bonusmaterial überzeugt mit schönen Einblicken in die Entstehung des Films. Besonders erfreulich ist, dass die Specials nicht ausschließlich die bekannten Gesichter vor der Kamera in den Mittelpunkt stellen, sondern auch den Künstlern und Technikern hinter den Kulissen Raum geben. Dadurch erfährt man mehr über die Menschen und die Arbeit, die für das fertige Werk ebenso wichtig sind. Ein längerer Beitrag wird durch mehrere kleinere Extras ergänzt, die abwechslungsreiche und ansprechende Eindrücke von der Produktion vermitteln. Eine gelungene Zusammenstellung, die den Blick über das eigentliche Filmgeschehen hinaus erweitert.