


Basierend auf dem internationalen Bestseller-Comic erzählt der Film die Abenteuer von Barbarella, die im Jahr 40.000 auf dem Planeten Lythion notlandet. Die interstellare Astro-Agentin muss in einer gefährlichen Mission den bösen Durand Durand aufspüren und ausschalten. Dabei gerät sie immer wieder in neue Schwierigkeiten und muss all ihre Fähigkeiten einsetzen, um gegen Roboter, Monster, die Black Guards, die finstere Königin sowie dem geheimnisvollen Engel Pygar zu kämpfen. Dabei scheint Barbarella es kaum vermeiden zu können, nicht mindestens einen Teil ihres hautengen Raumanzugs zu verlieren!
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> Originaltitel: Barbarella
> Regie: Roger Vadim.
> Drehbuch: Jean-Claude Forest, Terry Southern, Roger Vadim.
> Darsteller: Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Milo O’Shea, Marcel Marceau, Claude Dauphin, Véronique Vendell, Giancarlo Cobelli.
> Genre: Action / Abenteuer / Fantasy / Sci-Fi
> Land: Frankreich / Italien
> FSK: 16 Jahren.
> Laufzeit: 98 Minuten.
> Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
> Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch.
> Tonformat: Dolby Digital 2.0 Mono, Dolby TrueHD 2.0, Dolby Digital 2.0 Mono.
> Untertitel: deutsch, englisch für Hörgeschädigte, dänisch, französisch, spanisch, chinesisch, japanisch, niederländisch, koreanisch, norwegisch, schwedisch, spanisch, thailändisch, tschechisch, finnisch.
> Extras: Artcards, Poster, Trailer.
> Vertrieb: © LEONINE / Paramount Pictures
> Filmbewertung: 3,5 von 5 Clapperboards.
Barbarella ist ein Film, der erst im Laufe der Jahrzehnte zu dem geworden ist, was er heute darstellt: eine kunterbunte Trashgranate mit Kultstatus. Bei seinem Erscheinen eher irritierend als gefeiert, entfaltet er seine Wirkung rückblickend vor allem durch Zeitgeist, Überzeichnung und eine radikale Lust an der Absurdität. Dass dem Drehbuch dabei Fantasie gefehlt hätte, kann man ihm wahrlich nicht vorwerfen – eher im Gegenteil.
Objektiv betrachtet ist Barbarella in vielerlei Hinsicht kompletter Unsinn. Die Handlung folgt einer episodischen Struktur, in der die titelgebende Astronautin mit haarsträubender Naivität und bemerkenswerter Blauäugigkeit von einem Fiasko ins nächste stolpert. Logik, Konsequenz und gesunder Menschenverstand bleiben dabei regelmäßig auf der Strecke – ebenso wie große Teile ihrer Garderobe. Die Geschichte dient weniger einem erzählerischen Ziel als einer Abfolge bizarrer Einfälle, die sich kaum um innere Stimmigkeit kümmern.
Unübersehbar rückt der Film dabei die optischen Reize seiner Hauptdarstellerin in den Mittelpunkt. Jane Fonda wird zur Projektionsfläche für Fantasien, Moden und erotische Andeutungen der späten 1960er-Jahre. Das ist aus heutiger Sicht durchaus problematisch, zugleich aber ein zentraler Bestandteil der damaligen Wahrnehmung und Wirkung des Films. Barbarella ist weniger Figur als Symbol – und genau darin liegt auch ein Teil seines Reizes.
Was den Film jedoch bis heute trägt, ist seine visuelle Entfesselung. Knallig, bunt, überdreht und zutiefst psychedelisch verwandelt sich selbst der Weltraum in eine Art blubbernde Lavalampe. Der Kreativität der Setdesigner scheinen kaum Grenzen gesetzt gewesen zu sein: Kulissen, Kostüme und Effekte wirken wie ein permanenter Angriff auf jede Form von Zurückhaltung. Dieser absurde Irrwitz besitzt eine eigentümliche Energie, die sich dem Zuschauer entweder völlig entzieht – oder ihn vollständig mitreißt.
So ist Barbarella letztlich herzerfrischender Blödsinn. Ein Film, der sich jeder Vernunft entzieht, objektiv kaum zu verteidigen ist und gerade deshalb überlebt hat. Vielleicht ist es genau diese hemmungslose Mischung aus Naivität, Farbenrausch und Ideenüberfluss, die ihn heute zum Kultfilm macht. Nicht, weil er gut im klassischen Sinne wäre – sondern weil er sich traut, so hemmungslos er selbst zu sein.
> Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
In Anbetracht des Alters des Films liegt ein sauberer und solide umgesetzter Transfer vor. Technisch werden zwar keine Referenzwerte erreicht, dennoch überzeugt die Präsentation mit angenehm frischen, kräftigen Farben, die dem Bild eine gewisse Strahlkraft verleihen. Die Schärfe bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau und sorgt dafür, dass sämtliche Details gut nachvollziehbar bleiben. Insgesamt eine durchaus ansprechende und erfreulich stabile Bilddarstellung.
> Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Tonspur ist durch die gewählte Codierung klar auf den Frontbereich beschränkt. Räumliche Effekte bleiben entsprechend aus, doch innerhalb dieser Grenzen präsentiert sich der Klang stimmig. Vor allem die Dynamik weiß zu gefallen und verleiht der akustischen Umsetzung eine angenehme Lebendigkeit.
> Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Beigaben sind unter anderem Artcards, Poster und weitere Sammlerstücke enthalten. Filmbezogenes Bonusmaterial im klassischen Sinne steht dabei weniger im Fokus.
> Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
> Zusätzliche Infos: Zur Limited Collector’s Edition selbst kann keine Bewertung vorgenommen werden, da unserer Redaktion ausschließlich die UHD-Disc zur Verfügung stand. Aussagen zur Gestaltung, Haptik oder Stabilität der Box sind daher leider nicht möglich.
> Wendecover: Ja! Deckblatt zum abnehmen.
> EAN: 4061229656474
> VÖ-Kauf: 30.01.2026