


Die Leben von zwei Fremden, dem Vorarbeiter Roman Melnyk (Arnold Schwarzenegger) und dem Fluglotsen Jacob Bonanos (Scoot McNairy), werden nach einem verheerenden Flugzeugzusammenstoß untrennbar miteinander verbunden. Während Jacobs Dienst ereignet sich der folgenschwere Fehler, der schließlich zur schrecklichen Katastrophe führt, bei der alle Passagiere sterben, darunter auch Romans Frau und schwangere Tochter. Jacob und Roman bleiben traumatisiert zurück und jeder für sich versucht mit den Geschehnissen umzugehen. Doch es beginnt ein Kreislauf von Schuld und Rache, der eine zerstörerische Dynamik entwickelt. Wie viele Opfer wird diese Katastrophe noch fordern?
Originaltitel: Aftermath
Regie: Elliott Lester.
Drehbuch: Javier Gullón.
Darsteller: Arnold Schwarzenegger (Terminator, Kindergarten Cop), Scoot Nairy (Argo, Monsters), Maggie Grace (Lost, Der Austen Buch Club), Judah Nelson, Larry Sullivan, Jason McCune.
Genre: Drama.
Land: USA, UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurette, Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: KSM GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Arnold Schwarzenegger war über Jahrzehnte vor allem mit Muskeln, markigen Sprüchen und großen Actionrollen verbunden. Einen klassischen Charakterdarsteller hat man in ihm bisher eher nicht gesucht. Umso interessanter ist die Wirkung, die er in „Vendetta – Alles was ihm blieb war Rache“ entfaltet. Hier muss er nicht durch körperliche Präsenz oder spektakuläre Action überzeugen, sondern durch Zurückhaltung, Blicken und eine spürbare innere Leere. Was er in dieser Rolle abliefert, kommt einem Charakterdarsteller schon sehr nahe. Seine Figur wirkt nicht wie der unbesiegbare Schwarzenegger, den man aus zahlreichen früheren Filmen kennt, sondern wie ein Mensch, dem etwas genommen wurde, das sich nicht einfach zurückholen lässt. Die eigentliche Stärke liegt in der ruhigen Erzählweise. Der Film schreit seine Tragik nicht permanent heraus und versucht auch nicht, jede Emotion mit großen musikalischen Momenten oder dramatischen Ausbrüchen zu erzwingen. Vieles entsteht aus der Stille und aus der Sprachlosigkeit der Figuren. Genau diese Zurückhaltung macht das Drama so eindringlich. Die Geschichte entwickelt ihre Wirkung nicht durch Geschwindigkeit, sondern durch das Gefühl, dass sich etwas Unausweichliches immer weiter zuspitzt. Dadurch entsteht eine beklemmende Atmosphäre, die beim Zuschauer einen geradezu fassungslosen Eindruck hinterlassen kann. Über allem steht eine einfache, aber erschreckend wirkungsvolle Frage: Ist es denn wirklich so schwer, einmal eine Entschuldigung auszusprechen? Ein einziges Wort könnte unter Umständen etwas verändern, doch Stolz, Schuld, Angst und die Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, stehen einer solchen Geste im Weg. Der Film macht aus dieser fehlenden Entschuldigung keinen bloßen Nebenaspekt, sondern lässt spürbar werden, welche Folgen es haben kann, wenn Menschen nicht den Mut besitzen, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Gerade weil die Geschichte so ruhig erzählt wird, wirkt dieser Gedanke umso stärker. Hier braucht es keinen lauten Monolog, um die Tragweite eines einzigen unausgesprochenen Wortes zu vermitteln. Die zurückgenommene Inszenierung ist allerdings auch eine Geduldsprobe. Das Erzähltempo bleibt über weite Strecken sehr gemächlich, und aus der bewussten Ruhe entsteht stellenweise eine gewisse Langatmigkeit. Wer einen Rachefilm mit den üblichen actionreichen Konfrontationen erwartet, dürfte sich deshalb schnell wundern. „Vendetta“ interessiert sich wesentlich mehr für die emotionale Zerstörung hinter der Rache als für die Rache selbst. Der Schmerz wird nicht durch spektakuläre Gewalt nach außen getragen, sondern bleibt lange in den Figuren eingeschlossen. Diese Entscheidung verleiht dem Film seine besondere Intensität, nimmt ihm aber zugleich etwas vom Tempo. Schwarzenegger trägt diese stille Form des Dramas erstaunlich überzeugend. Seine reduzierte Darstellung passt zu einer Figur, die kaum noch weiß, wohin mit ihrer Trauer und Wut. Gerade die fehlende körperliche Dominanz, die man von seinen klassischen Rollen kennt, macht seine Präsenz hier interessant. Er muss nicht viel tun, um den Zustand seiner Figur sichtbar zu machen. Ein Blick, eine Bewegung oder ein Moment des Schweigens kann mehr vermitteln als ein ganzer Dialog. Dadurch entsteht tatsächlich der Eindruck, dass hier eine andere Seite des Schauspielers zum Vorschein kommt. Die Geschichte bleibt emotional und fesselnd, auch wenn sie sich für ihren Weg sehr viel Zeit nimmt. Der Film verlangt Geduld, belohnt diese aber mit einem Drama, das seine Wirkung nicht auf der Oberfläche entfaltet. Statt schneller Unterhaltung entsteht ein schwerer, stiller und schmerzhafter Film über Verlust, Schuld und die Frage, wie weit ein Mensch von seinem Schmerz getrieben werden kann. Trotz der vorhandenen Längen bleibt dadurch ein eindringliches Erlebnis zurück. Ein ruhiger Film, der nicht immer leicht zugänglich ist, aber gerade durch seine Zurückhaltung unter die Haut geht und Arnold Schwarzenegger in einer Rolle zeigt, in der er seine gewohnte Actionpersona weitgehend hinter sich lassen kann.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Hervorragende Details, eine glasklare Schärfe, ein stimmiger Kontrast und ein kräftiger Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klar verständliche Dialoge, insgesamt ein weicher und ebenfalls ruhiger Klang. Atmosphärisch genau passend zur Geschichte.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Die Extras sind sehr klein gehalten, das Featurette besteht aus Interviews mit sehr vielen Filmszenen dazwischen.
Zusätzliche Infos: Nach einer wahren Geschichte aus Österreich.
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 4260394339810
VÖ-Kauf: 13. November 2017
www.ksmfilm.de