


Nach einer Feier zum Amerikanischen Nationalfeiertag wird die alleinerziehende Mutter Teena vor den Augen ihrer Tochter von einer Gang brutal angegriffen und vergewaltigt. Obwohl die Täter schnell überführt sind, gelingt es deren windigem Anwalt dennoch, einen Freispruch zu erwirken. Schockiert über das unverständliche Urteil, entscheidet der ermittelnde Detective John Dromoor, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen und begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug gegen die Gangmitglieder.
Originaltitel: Vengeance: A Love Story
Regie: Johnny Martin.
Drehbuch: John Mankiewicz.
Darsteller: Nicholas Cage (Das Vermächtnis der Tempelritter), Anna Hutchison (Cabin in the Woods), Talitha Eliana Bateman (Love, Simon), Deborah Kara Unger (The Game), Don Johnson (Machete), Kara Flowers (Passengers), Joshua Mikel (Game Night).
Genre: Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 99 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Featurette, Deutscher Trailer, Original-Trailer
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
„A Love Story“ – was für ein unpassender Originaltitel. Mit einer Liebesgeschichte verbindet man schließlich etwas völlig anderes als das, was „Pfad der Vergeltung“ seinem Publikum tatsächlich erzählen möchte. Concorde hat hier mit der deutschen Titelwahl durchaus ein glückliches Händchen bewiesen und den Film mit einem Namen versehen, der wesentlich besser zu seiner düsteren Geschichte passt. „Pfad der Vergeltung“ bringt bereits jene Härte und Schwere mit, die der englische Originaltitel beinahe verschweigt. Wer den Film unter „A Love Story“ erwartet, dürfte sich jedenfalls ziemlich schnell fragen, wo genau diese Liebesgeschichte eigentlich versteckt wurde. Die Handlung selbst beschreitet keine unbekannten Wege. Die Geschichte folgt bekannten Mustern, und auch ihr Verlauf hält nur wenige Überraschungen bereit. Große erzählerische Experimente sollte man deshalb nicht erwarten. Vieles lässt sich relativ früh erahnen, wodurch die Spannung eher verhalten bleibt. Trotzdem ist das nicht gleichbedeutend mit einem schlechten Film. Im Gegenteil: „Pfad der Vergeltung“ funktioniert gerade dann, wenn er sich auf seine dramatische Seite konzentriert und nicht versucht, aus seinem bekannten Grundgerüst mehr zu machen, als tatsächlich darin steckt. Für Nicholas Cage ist der Film zudem eine erfreuliche Abwechslung innerhalb einer Reihe von Produktionen, in denen seine Beteiligung nicht automatisch für Qualität stand. Hier bekommt man endlich mal wieder einen etwas besseren Film mit dem Schauspieler zu sehen. Cage bringt die notwendige Schwere mit und fügt sich überzeugend in die bedrückende Atmosphäre ein. Seine Darstellung wirkt nicht wie ein bloßer Pflichtauftritt, sondern trägt dazu bei, dass die Geschichte trotz ihrer Vorhersehbarkeit emotional funktioniert. Gerade bei einem Stoff, dessen Handlung nicht mit überraschenden Wendungen punkten kann, ist eine glaubwürdige Darstellung umso wichtiger. Spannung ist allerdings nur begrenzt vorhanden. Der Verlauf lässt sich größtenteils vorhersehen, und der Film entwickelt daraus keinen besonderen Nervenkitzel. Seine Wirkung entsteht eher auf emotionaler Ebene. Das Drama besitzt einige Momente, die tatsächlich unter die Haut gehen und den Zuschauer mit der Situation seiner Figuren konfrontieren. Diese Szenen funktionieren nicht unbedingt wegen einer außergewöhnlichen Inszenierung, sondern weil die menschliche Dimension der Geschichte spürbar wird. Der Film möchte weniger schockieren als emotional treffen, und genau dort gelingt ihm gelegentlich eine überraschend starke Wirkung. Einen wesentlichen Anteil daran haben die Darsteller. Trotz der bekannten Geschichte gelingt es ihnen, den Figuren eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Dadurch wirkt das Geschehen nicht vollkommen künstlich oder wie ein bloßes Konstrukt, das nur dazu dient, die nächste Station des Rachefeldzugs zu erreichen. Die Figuren bleiben zwar nicht frei von den üblichen Genremechanismen, doch ihre Darstellung sorgt dafür, dass man sich zumindest auf ihre emotionale Situation einlassen kann. Diese Glaubwürdigkeit ist letztlich auch der Grund, weshalb der Film stärker wirkt, als sein vorhersehbarer Handlungsverlauf zunächst vermuten lässt. Wer einen spannungsgeladenen Rachethriller mit überraschenden Wendungen erwartet, wird hier vermutlich nicht auf seine Kosten kommen. Die Geschichte ist zu bekannt, der Verlauf zu leicht durchschaubar und das Tempo entwickelt nur selten echte Spannung. Als Drama besitzt „Pfad der Vergeltung“ allerdings deutlich mehr Wirkung. Nicholas Cage liefert eine angenehm ernsthafte Leistung ab, die übrige Besetzung unterstützt ihn überzeugend, und einzelne Szenen treffen emotional durchaus hart. Kein außergewöhnlicher Film und sicher keine große Überraschung, aber eine der besseren Gelegenheiten, Nicholas Cage wieder einmal in einem Drama zu erleben, das trotz seiner Schwächen glaubwürdig wirkt und stellenweise tatsächlich unter die Haut geht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Hervorragende Details neben einer glasklaren Schärfe, einem hellen Kontrast und einem satten Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Schon ein recht eindringlicher Klang, die Vergewaltigungsszene im Film besitzt eine schmerzvolle Dynamik, unterstreich die Härte der Szene. Ansonsten stehen überwiegend die Dialoge im Vordergrund.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Ein Vier-Minuten-Featurette und den Trailer in Deutsch und Englisch. Nicht gerade ein Hit!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 07. Juni 2018.
www.concorde-movie-lounge.de/