


In einer amerikanischen Kleinstadt eröffnet ein geheimnisvolles Wachsfigurenkabinett. Dort werden verschiedene populäre Horrorszenarien dargestellt. Eine Gruppe Jugendlicher wird zu einer privaten Mitternachtsbesichtigung eingeladen. Die Wachsfiguren-Horrorshow entpuppt sich als Alptraum, und für die Teenager beginnt eine Reise in die mörderische Dimension der
fantastischen Figuren. Denn um ihnen Leben einzuhauchen, braucht es Blut und frische Opfer.
Die rasante Horror-Reihe von Anthony Hickox (Hellraiser III, Warlock, Sundown) erstmals ungeschnitten und im Doppelpack. Eine wahnwitzige Mischung aus Spannung, Spaß & Splatter.
Originaltitel: Waxwork, Waxwork 2: Lost in Time
Regie: Anthony Hickox.
Drehbuch: Anthony Hickox.
Darsteller: Zach Galligan (Gremlins), David Warner (Titanic), Deborah Foreman (Valley Girl), Dana Ashbrook (Twin Peaks), Clare Carey, Eric Brown, Michelle Johnson, Joe Baker, Monika Schnarre, Martin Kemp, Bruce Campbell, Michael Des Barres.
Genre: Horror / Komödie
Land: USA / Germany / UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 211 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Trailer (Teil 1), Making of (Teil 1), Trailer (Teil 2), Stills Gallerie (Teil 2).
Vertrieb: Black Hill Pictures / Koch Media GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit „Waxwork“ schuf Anthony Hickox Ende der 1980er-Jahre einen Horrorfilm, der auf den ersten Blick durchaus nach einer kostengünstigen Produktion mit einer eher dünnen Geschichte aussieht. Aus heutiger Sicht sind es allerdings gerade diese scheinbaren Schwächen, die gemeinsam mit der ungewöhnlichen Idee seinen Kultstatus ausmachen. Denn hinter der überschaubaren Handlung steckt ein ausgesprochen reizvolles Horrorkonzept, das kaum unheimlicher und spannender sein könnte. Ein Wachsmuseum wird hier zum Tor in verschiedene Schrecken, und jede neue Begegnung eröffnet eine weitere Möglichkeit, sich auf ganz unterschiedliche Weise zu gruseln. Der große Reiz von „Waxwork“ liegt in der Mischung aus Horror und Augenzwinkern. Der Film nimmt seine düsteren Einfälle ernst genug, um tatsächlich eine gewisse Atmosphäre aufzubauen, verliert sich aber niemals vollständig in seinem eigenen Schrecken. Humor und Horror stehen nebeneinander und ergänzen sich erstaunlich gut. So kann man sich durchaus gruseln und gleichzeitig über die Absurditäten amüsieren, die Anthony Hickox seinem Publikum präsentiert. Die handgemachte Wirkung des Films passt hervorragend zu diesem Konzept und verleiht ihm bis heute einen ganz eigenen Charme. Auch das Ende beweist noch einmal, dass hinter der Produktion deutlich mehr Ideen stecken, als die schmale Geschichte zunächst vermuten lässt. Die Inszenierung findet einen gelungenen Weg, den zuvor aufgebauten Horror noch einmal auf eine besondere Weise weiterzuführen. Gerade solche Einfälle sorgen dafür, dass „Waxwork“ nicht einfach als weiterer kleiner Horrorfilm aus seiner Zeit in Vergessenheit geraten ist. Der Film besitzt Persönlichkeit, und genau das macht einen Kultklassiker aus.
Mit „Waxwork 2: Lost in Time“ schlägt Hickox anschließend allerdings einen vollkommen anderen Weg ein. Zwar beginnt die Fortsetzung unmittelbar dort, wo der erste Teil aufgehört hat, doch der eigentliche Waxwork-Gedanke rückt erstaunlich schnell in den Hintergrund. Statt sich erneut auf unheimliche Wachsfiguren zu konzentrieren, geht es plötzlich um Zeitreisen durch bekannte Filmklassiker, zumindest wird darauf entsprechend angespielt. Dadurch fühlt sich der zweite Teil weniger wie eine konsequente Fortsetzung als vielmehr wie ein völlig neuer, ziemlich abgefahrener Film an, der zufällig an die Ereignisse des Vorgängers anschließt. Den Titel „Waxwork 2“ hat diese Fortsetzung deshalb streng genommen nicht wirklich verdient. Die Verbindung zum ersten Film ist vorhanden, doch das eigentliche Konzept wurde so stark verändert, dass der Name fast wie ein Versprechen wirkt, das der Film anschließend nur bedingt einlöst. Gleichzeitig wäre es unfair, den zweiten Teil allein deshalb abzuschreiben. Die Effekte sind deutlich besser, das Tempo höher und der Komödienanteil wesentlich stärker ausgeprägt. Horror steht nicht mehr so eindeutig im Vordergrund wie im Vorgänger, dafür wird bei Splatter und Geschwindigkeit ordentlich nachgelegt. Die Zeitreise-Idee bietet zudem genügend Möglichkeiten für skurrile Situationen und abwechslungsreiche Einfälle. Bekannte Filmklassiker werden zum Spielplatz, und durch verschiedene Gastauftritte bekommt das Ganze zusätzlichen Reiz. Die Fortsetzung wirkt dadurch deutlich komödiantischer und weniger atmosphärisch als „Waxwork“, entwickelt aber ihren eigenen Unterhaltungswert. Wer vom ersten Teil eine direkte Fortführung des Wachsmuseum-Konzepts erwartet, dürfte sich vermutlich wundern. Wer bereit ist, sich auf den völlig anderen Trip einzulassen, bekommt dafür ein temporeiches und durchaus unterhaltsames Splatter-Abenteuer. Ob man mit „Waxwork 2: Lost in Time“ glücklich wird, hängt deshalb stark davon ab, was man von einer Fortsetzung erwartet. Als unmittelbare Weiterführung des ersten Films funktioniert das Konzept nur eingeschränkt, als eigenständiger, verrückter Genre-Mix besitzt der Film durchaus seinen Reiz. Der Wechsel von Horror zu deutlich stärkerer Komödie, kombiniert mit mehr Splatter, besseren Effekten, höherem Tempo und den Gastauftritten, macht ihn zumindest abwechslungsreich. Zusammen ergeben „Waxwork“ und „Waxwork 2: Lost in Time“ deshalb zwei ziemlich unterschiedliche, aber gleichermaßen abgefahrene Trips. Der erste Teil bleibt mit seiner unheimlichen Grundidee, seinem augenzwinkernden Horror und seinem kultigen Charme der klarere Waxwork-Film. Der zweite Teil bricht dagegen bewusst aus diesem Konzept aus und macht aus der Reihe eine temporeiche Reise durch die Filmgeschichte. Ob diese ungewöhnliche Fortsetzung den eigenen Geschmack trifft, bleibt jedem selbst überlassen. Als Doppelprogramm funktionieren beide Filme trotzdem erstaunlich gut, weil sie vor allem eines gemeinsam haben: Sie lassen sich nur schwer in eine gewöhnliche Genre-Schublade stecken.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Teil 1 wurde nun mal in den 1980ern in Vollbild gedreht, auf HD dann in 16:9 umgewandelt. Leider fehlt oben und unten einiges und die Auflösung kommt recht Körnig daher. Auch die Schärfe spielt nicht immer klar mit und der Schwarzwert wirkt leider recht blass. Bei Teil 2 sind die Farben viel kräftiger, der Schwarzwert kräftiger und auch der Kontrast um einiges heller.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Sowohl bei Teil 1 als auch bei Teil 2 sind vor allem die Dialoge sehr leise abgemischt und liegen viel zu sehr im Hintergrund. Ansonsten für das Alter sehr sauber aber auch frontlastig.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Überraschend dass es zu Teil 1 ein Making of gibt, das erfreut besonders Fans. Der Rest ist nur Standard. Schade!
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 4020628780968
VÖ-Kauf: 14. September 2017.
www.blackhillpictures.de