


In naher Zukunft zwingen Überbevölkerung und Hunger die globale Regierung zu einer drastischen Ein-Kind-Politik. Daher treiben die sieben Settman-Schwestern (Noomi Rapace) seit ihrer Geburt ein gefährliches Versteckspiel mit dem Kinder-Zuteilungsbüro: Jede von ihnen darf nur an einem Tag der Woche in die Öffentlichkeit – um die gemeinsame Identität der Karen Settman zu verkörpern. Für die anderen sechs wird ihr Zuhause zum Gefängnis. Der Plan funktioniert und stellt das Überleben der jungen Frauen sicher. Bis eine der Schwestern eines Tages nicht nach Hause kommt…
Originaltitel: What Happened to Monday
Regie: Tommy Wirkola (Dead Snow 1+2).
Drehbuch: Max Botkin, Kerry Williamson.
Darsteller: Noomi Rapace (Sherlock Holmes 2), Glenn Close (Mars Attacks), Willem Dafoe (Spider-Man), Marwan Kenzari (Ben Hur), Christian Rubeck (Max Manus), Cassie Clare (Die Schöne und das Biest), Tomiwa Edun (Cinderella).
Genre: UK / Frankreich / Belgien
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 123 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, niederländisch.
Extras: Mini-Making-of, Behind the Scenes, B-Roll, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Splendid Entertainment / WVG Medien
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Eine Zukunft, die auf den ersten Blick wie eine übertriebene Dystopie wirkt und bei genauerem Hinsehen unangenehm realistisch erscheint, bildet die Grundlage für Tommy Wirkolas „What Happened to Monday?“. Die Geschichte entwirft eine Gesellschaft, in der die Kontrolle über das Leben des Einzelnen längst zur politischen Notwendigkeit erklärt wurde und persönliche Freiheit einem System untergeordnet wird. Ganz so unwahrscheinlich wirkt diese Zukunftsvision deshalb gar nicht, was dem Film neben seiner eigentlichen Handlung eine durchaus beunruhigende Ebene verleiht. „What Happened to Monday?“ funktioniert in erster Linie als spannender Thriller, der seine Spannung trotz einiger deutlicher Logikprobleme erstaunlich konsequent aufrechterhält. Nicht jede Entscheidung innerhalb der Geschichte hält einer genaueren Betrachtung stand, und gerade bei den Details hätten die Macher deutlich sorgfältiger arbeiten können. Die Konstruktion der Welt und ihre Regeln hätten eine wesentlich ausführlichere Ausarbeitung verdient, damit die Handlung an einigen Stellen glaubwürdiger und nachvollziehbarer wirkt. Trotzdem verliert der Film dadurch nicht seine eigentliche Wirkung, weil die Inszenierung immer wieder dafür sorgt, dass man wissen möchte, wie es weitergeht. Die Geschichte wurde seinerzeit teilweise eher mittelmäßig bewertet, was durchaus damit zusammenhängen könnte, dass der Film etwas ausprobiert, das sich nicht einfach in die üblichen Thriller-Schubladen einordnen lässt. Statt eine bekannte Geschichte lediglich mit neuen Figuren aufzuwärmen, besitzt die Handlung eine tatsächlich einfallsreiche Grundidee und entwickelt daraus ein Szenario, das sich zumindest in seinem Ansatz von vielen vergleichbaren Zukunftsthrillern unterscheidet. Nicht jeder Einfall wird konsequent zu Ende gedacht, doch gerade die ungewöhnliche Ausgangslage macht den Film interessant. Für zusätzlichen Reiz sorgt die Action, die nicht nur als schmückendes Beiwerk eingesetzt wird, sondern das hohe Tempo der Geschichte unterstützt. Wirkola hält die Handlung ordentlich in Bewegung und verhindert dadurch, dass die Schwächen des Drehbuchs zu stark ins Gewicht fallen. Die Spannung entsteht weniger durch eine perfekte Konstruktion als durch den permanenten Druck, unter dem sich die Figuren befinden. Die Zukunft ist hier kein gemütlicher Ort, und der Film lässt seine Figuren das auch spüren. Der eigentliche Trumpf ist jedoch Noomi Rapace, die gleich sieben verschiedene Rollen übernimmt. Diese ungewöhnliche Herausforderung nutzt sie hervorragend aus und verleiht den einzelnen Schwestern trotz der gemeinsamen körperlichen Grundlage eigene Persönlichkeiten und Charakterzüge. Ausgerechnet diese siebenfache Präsenz macht einen großen Teil des Reizes aus, weil die Schauspielerin ständig zwischen unterschiedlichen Figuren wechseln muss und trotzdem dafür sorgt, dass sie nicht einfach wie Varianten derselben Person wirken. Die Inszenierung hätte auch hier noch stärker mit den individuellen Unterschieden spielen können, doch Rapace trägt das ungewöhnliche Konzept überzeugend. So bleibt ein spannender und einfallsreicher Zukunftsthriller, dessen Drehbuch an einigen Stellen deutlich mehr Sorgfalt bei seinen Details gebraucht hätte, der seine Schwächen durch Tempo, Action und eine ungewöhnliche Grundidee aber erstaunlich gut auffängt. „What Happened to Monday?“ ist vielleicht nicht bis ins letzte Detail durchdacht, besitzt dafür etwas, das vielen glatt konstruierten Genreproduktionen fehlt: eine eigene Idee und den Mut, daraus tatsächlich einen ungewöhnlichen Thriller zu machen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ausgezeichnete Details, eine glasklare Schärfe, ein kräftiger Schwarzwert und eine stimmiger Kontrast. Ein gutes Sehervergnügen! Doch auch hier wäre mehr drin gewesen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge, viel Dynamik bei den Actionszenen und gute Soundeffekte. Atmosphäre wird hier einiges geboten.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Neben dem Mini-Making-of sind die weiteren Extras auch nicht sehr viel länger / größer. Standardmaterial mit den üblichen Informationen.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Fast hätte es die Verfilmung nicht gegeben, denn das Drehbuch sollte eigentlich in den Schredder.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4013549072274
VÖ-Kauf: 23. Februar 2018
www.splendid-entertainment.de