

Das junge Waisenmädchen MOMO (Alexa Goodall) lebt in den Ruinen eines alten römischen Amphitheaters und hat ein offenes Ohr für jeden in der Nachbarschaft. Aber am liebsten verbringt sie die Tage mit ihrem besten Freund Gino (Araloyin Oshunremi). Doch als ein mächtiger internationaler Konzern beginnt, die Zeit aller Menschen zu stehlen, hat plötzlich niemand mehr Zeit für sie. Noch nicht mal Gino! Momo verzweifelt. Doch dann taucht eine geheimnisvolle Schildkröte auf und führt sie zu Meister Hora (Martin Freeman), dem Hüter der Zeit. Gemeinsam können sie es mit den Zeit-Dieben aufnehmen – doch wird ihr Plan aufgehen? Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt…
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> Originaltitel: Momo
> Regie: Christian Ditter.
> Drehbuch: Christian Ditter, Michael Ende.
> Darsteller: Alexa Goodall, Araloyin Oshunremi, Jennifer Amaka Pettersson, Martin Freeman, Claes Bang, Laura Haddock, Kim Bodnia, Skylar Blu Copeland.
> Genre: Familie / Fantasy
> Land: Deutschland
> FSK: 6 Jahren.
> Laufzeit: 92 Minuten.
> Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
> Sprachen: Deutsch, Englisch.
> Tonformat: Dolby Atmos, Dolby TrueHD 7.1, DTS-HD MA 2.0 (Hörfilmfassung)
> Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
> Extras: Interview mit Cast & Crew, Deleted & Extended Scenes, Gag Reel, Making of: VFX,
Trailer, Trailershow.
> Vertrieb: © LEONINE / Constantin Film
> Filmbewertung: 3,5 von 5 Clapperboards.
Die Neuverfilmung von Momo orientiert sich inhaltlich eng an der literarischen Vorlage und bemüht sich sichtlich um Werktreue. Die zentralen Motive – Zeit, Entschleunigung, Menschlichkeit – bleiben erhalten und werden klar herausgestellt. Dennoch entsteht eine gewisse Distanz: So sehr sich der Film an die Vorlage hält, so wenig gelingt es ihm, emotional wirklich zu berühren. Die Geschichte bleibt spürbar auf Abstand, als würde sie mehr illustriert als erlebt.
Visuell hingegen präsentiert sich die Produktion ausgesprochen kunstvoll. Die Bildgestaltung ist sorgfältig komponiert, die Farbwelten harmonisch abgestimmt, und auch die Besetzung fügt sich stimmig in dieses ästhetische Konzept ein. Die Darstellerinnen und Darsteller passen zur gewählten Optik und tragen ihre Rollen solide, ohne jedoch nachhaltige emotionale Tiefe zu entwickeln.
Problematisch wirkt vor allem die sehr sterile Inszenierung. Der Hochglanzlook, wie man ihn aus vielen aktuellen Produktionen kennt, verleiht dem Film eine makellose Oberfläche – nimmt ihm jedoch zugleich jene Lebendigkeit, die gerade diese Geschichte benötigen würde. Dadurch erscheint das Gesamtbild stellenweise blass, fast zu kontrolliert, um wirklich zu atmen.
Für jüngere Zuschauer könnten die wenigen unheimlichen Momente zudem befremdlich wirken, ohne dass sie dramaturgisch stark genug eingebettet sind, um eine nachhaltige Spannung oder Faszination zu erzeugen. Auch hier bleibt der Film zwischen Zielgruppen und Tonlagen etwas unentschlossen.
Entscheidend ist, diese Version bewusst für sich stehen zu lassen und sie nicht in unmittelbaren Vergleich mit der Verfilmung von 1986 zu setzen. Nur mit dieser inneren Distanz kann sie eine gewisse Eigenständigkeit entfalten und durchaus unterhalten. Die zentrale Botschaft – dass wir nur diese eine Zeit besitzen – wird deutlich betont und klar vermittelt. Doch trotz dieser Klarheit wirkt sie merkwürdig folgenlos, fast abstrakt, ohne jene emotionale Dringlichkeit, die sie eigentlich tragen müsste.
So bleibt Momo eine künstlerisch ansprechende, handwerklich saubere, aber insgesamt etwas blasse Adaption – respektvoll gegenüber ihrer Vorlage, jedoch ohne die Magie, die diese Geschichte eigentlich verlangt.
> Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Farben präsentieren sich strahlend und harmonieren hervorragend mit dem hell abgestimmten Kontrast. Die Schärfe ist klar definiert und sorgt für ein insgesamt sehr hochwertiges, sauberes Bild. Qualitativ bewegt sich die Präsentation auf einem durchweg guten Niveau.
> Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
In actionreichen Momenten und bei Effekten hätte man sich etwas mehr klangliche Wucht und Dynamik gewünscht, um zusätzliche Tiefe zu erzeugen. Dennoch bleibt der Ton insgesamt sauber abgemischt und die Dialoge jederzeit klar verständlich.
> Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial besteht aus mehreren, allerdings recht kurz geratenen Featurettes und Interviews sowie erweiterte und geschnittene Szenen. Inhaltlich interessant, vom Umfang her jedoch eher kompakt gehalten.
> Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
> Zusätzliche Infos: —
> Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
> EAN: 4061229611718
> VÖ-Kauf: 20.02.2026