

Willkommen in Kettle Springs.Quinn (Katie Douglas) ist gerade mit ihrem Vater (Aaron Abrams) in die beschauliche Kleinstadt gezogen und hofft auf einen Neuanfang. Doch stattdessen finden sie eine zerrüttete Gemeinde vor, die sich nach dem Brand der Baypen Corn Syrup Factory in einer schwierigen Phase befindet. Während die Bewohner untereinander streiten und die Spannungen zunehmen, taucht eine finstere, grinsende Gestalt aus den Maisfeldern auf, um Kettle Springs von seiner Last zu befreien. Es ist Clown Frendo, das Maskottchen der Stadt, der es auf die verdorbene Jugend abgesehen hat…
> Kaufen bei: >AMAZON!<
> Originaltitel: Springsteen: Deliver Me from Nowhere
> Regie: Scott Cooper.
> Drehbuch: Scott Cooper, Warren Zanes.
> Darsteller: Jeremy Allen White, Jeremy Strong, Paul Walter Hauser, Stephen Graham, Odessa Young, David Krumholtz, Gaby Hoffmann, Harrison Sloan Gilbertson, Grace Gummer, Marc Maron.
> Genre: Biografie / Drama / Musikfilm
> Land: USA
> FSK: 12 Jahren.
> Laufzeit: 119 Minuten.
> Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
> Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch.
> Tonformat: Dolby Digital Plus 7.1, DTS-HD MA 7.1, DTS-HD MA 5.1
> Untertitel: deutsch, englisch für Hörgeschädigte, italienisch, spanisch, polnisch, tschechisch, dänisch, Finnisch, norwegisch, schwedisch.
> Extras: Die Liner Notes: Das Making-Of: 1. Akt: Vom Buch zum Film, 2. Akt: Über die Musik hinaus, 3. Akt: Bruce Springsteen verkörpern, 4. Akt: Tiefe Authentizität.
> Vertrieb: © LWONINE / 20th Century Studios
> Filmbewertung: 4,5 von 5 Clapperboards.
„Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ (2025) ist bewusst kein klassisches, großes Musiker-Biopic. Der Film verweigert sich dem Erwartbaren – den Stadionmomenten, dem Mythos, der Erfolgserzählung – und entscheidet sich stattdessen für einen stillen, beinahe kargen Blick auf einen sehr konkreten Abschnitt im Leben von Bruce Springsteen: die Entstehung des Albums Nebraska im Jahr 1982.
Regisseur Scott Cooper konzentriert sich nicht auf Karrierehöhepunkte, sondern auf innere Brüche. Der Film basiert auf dem Buch Deliver Me from Nowhere: The Making of Bruce Springsteen’s Nebraska von Warren Zanes und folgt Springsteen in einer Phase, in der äußerer Erfolg und innerer Stillstand auf schmerzhafte Weise kollidieren. Nach dem Triumph von The River befindet sich der Musiker in einer kreativen und psychischen Krise – und genau dort setzt der Film an.
Diese Entscheidung erweist sich als große Stärke. Cooper inszeniert kein Denkmal, sondern ein Porträt eines Künstlers in der Schwebe. Jeremy Allen White spielt Springsteen nicht als Ikone, sondern als verletzlichen, zweifelnden Menschen. Sein Spiel ist zurückgenommen, oft fast verschlossen, und gerade dadurch eindringlich. Vieles bleibt unausgesprochen, liegt in Blicken, Pausen und Gesten – passend zu einem Album, das selbst von Reduktion und innerer Leere geprägt ist.
Die Atmosphäre des Films ist durchgehend leise, melancholisch und nüchtern. Deliver Me From Nowhere verzichtet konsequent auf Glamour. Stattdessen rücken Themen wie Kindheitstraumata, Depressionen und vor allem die schwierige Beziehung zu Springsteens Vater in den Mittelpunkt. Der Film zeigt, wie sehr diese biografischen Wunden das künstlerische Schaffen prägen – und wie Nebraska weniger als Album, sondern eher als Ventil, als Notwendigkeit entsteht.
Bemerkenswert ist, wie konsequent der Film zur Ruhe kommt. Zwei Stunden hält er seine zurückhaltende Tonlage, ohne je monoton zu werden. Er verlangt Aufmerksamkeit und Geduld, belohnt diese aber mit emotionaler Ehrlichkeit und Tiefe. Die Musik steht dabei nicht im Vordergrund, sondern bildet eher einen Resonanzraum für das Innere des Protagonisten.
So entsteht kein Film über Ruhm, sondern über Zerbrechlichkeit. Über die Leere hinter dem „Boss“-Mythos. Über einen Mann, der trotz Erfolg nicht weiß, wohin mit sich selbst – und der gerade daraus etwas Zeitloses erschafft.
„Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ ist ein intensives, konzentriertes Künstlerporträt, das sich bewusst auf einen kleinen Ausschnitt beschränkt und darin seine große Wirkung entfaltet. Ein stiller, starker Film, der lange nachhallt.
> Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der bewusst düster gehaltene Farblook in Verbindung mit dem entsprechend abgestimmten Kontrast verleiht dem Film eine spürbare Schwere und eine melancholische Grundstimmung. Trotz dieser Zurückhaltung überzeugt das Bild mit äußerst feinen Details und einer sehr sauberen, klaren Schärfe, die dem Geschehen jederzeit Struktur und Tiefe gibt.
> Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich, akustisch steht jedoch vor allem der Soundtrack im Mittelpunkt. Dieser entfaltet seine Wirkung wirkungsvoll, hätte insgesamt aber noch präsenter und eindringlicher ausfallen dürfen. Die Abmischung ist insgesamt sehr sauber, der Soundtrack zeigt sich dabei angenehm dynamisch.
> Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial besteht aus vier Akten mit zahlreichen Einblicken in die Produktion sowie Interviews mit dem realen Bruce Springsteen. Mit einer Gesamtlaufzeit von rund 34 Minuten bietet es einen informativen und durchaus zufriedenstellenden Mehrwert.
> Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
> Zusätzliche Infos: Das Album „Nebraska“ wurde am 30. September 1982 veröffentlicht.
> Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
> EAN: 4061229655019
> VÖ-Kauf: 06.02.2026