


FBI-Agent Richard Chance hat restlos genug von den Regeln, als sein langjähriger Freund und Partner Jim Hart zwei Tage vor der Pensionierung erschossen in einem Müllbehälter endet. Chance ahnt, dass „Blüten“-Spezialist Eric Masters der Täter ist. Wie besessen versucht er mit allen Mitteln, ihn zu überführen. Bei seinem gnadenlosen Feldzug gerät er mit seinem neuen Partner mehr und mehr in die Grauzone von Illegalität und Korruption… wird ihn die Rache am Ende selbst zerstören?
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> Originaltitel: To Live and Die in L.A.
> Regie: William Friedkin.
> Drehbuch: William Friedkin, Gerald Petievich.
> Darsteller: William Peterson, William Dafoe, John Pankow, Debra Feuer, John Turturro, Darlanne Fluegel, Dean Stockwell, Steve James, Robert Downey Sr., Michael Greene.
> Genre: Action / Thriller / Krimi / Drama
> Land: USA
> FSK: 16 Jahren.
> Laufzeit: 116 Minuten.
> Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
> Sprachen: Deutsch, Englisch.
> Tonformat: DTS-HD MA 5.1, PCM 2.0
> Untertitel: deutsch, englisch.
> Extras: Audiokommentar von Regisseur William Friedkin, „Taking a Chance“: Interview mit Schauspieler William L. Petersen, „Doctor for a Day“: Interview mit Schauspieler Dwier Brown, „Wrong Way“: Interview mit Stunt-Koordinator Buddy Joe Hooker, „Counterfeit World“: Making-of (inkl. Interviews mit William Friedkin, William L. Petersen und Willem Dafoe), „Renaissance Woman in L.A.“: Interview mit Schauspielerin Debra Feuer, „So in Phase“: Interview mit den Musikern Jack Hues und Nick Feldman (Wang Chung), Alternatives Ende, Entfallene Szene, Originalkinotrailer, Deutscher Kinotrailer
> Vertrieb: © AL!VE AG / Capelight Pictures
> Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Leben und Sterben in L.A. präsentiert sich als kompromissloser Cop-Thriller, der weniger über seine Figuren als über Atmosphäre, Stil und eine spürbare Härte definiert wird. Die Charakterzeichnung bleibt dabei bewusst oder unbewusst eher an der Oberfläche. Die Figuren erfüllen klar erkennbare Funktionen innerhalb der Handlung, ohne dabei größere emotionale Tiefe oder nachhaltige Identifikationsangebote zu entwickeln. Auch die Dialoge setzen selten überraschende Akzente oder bleiben besonders lange im Gedächtnis – sie sind funktional, zweckmäßig und tragen den Film voran, ohne ihn erzählerisch zu veredeln.
Und dennoch funktioniert der Film. Gerade in seiner schnörkellosen Direktheit entfaltet er eine Wirkung, die ihn zu einem insgesamt soliden und stellenweise bemerkenswert harten Vertreter des Genres macht. Die Inszenierung vermittelt ein kaltes, angespanntes Bild der Stadt, in dem Moral zunehmend verschwimmt und Gewalt nicht heroisiert, sondern als rauer Bestandteil des Alltags dargestellt wird. Diese nüchterne Grundhaltung verleiht dem Film eine gewisse Authentizität, auch wenn sie auf Kosten emotionaler Nähe geht.
Besonders im letzten Akt zieht Leben und Sterben in L.A. das Tempo deutlich an. Der Showdown entwickelt sich zu einem intensiven, nahezu greifbar „hitzigen“ Gefecht, das vor allem durch seine handgemachten, praktischen Effekte überzeugt. Hier zeigt der Film noch einmal seine größte Stärke: eine physische Präsenz, die heutigen, digital dominierten Actionsequenzen oft fehlt. Die Gewalt wirkt roh, direkt und unangenehm realistisch – und genau darin liegt ihre Wirkung.
Unterm Strich ist Leben und Sterben in L.A. kein Film, der durch raffinierte Figuren oder brillante Dialoge glänzt. Stattdessen überzeugt er als geradliniger, harter Cop-Thriller, der vor allem in seinen starken Momenten der Eskalation und seiner kompromisslosen Inszenierung nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Ein Werk, das nicht über seine Schwächen hinwegtäuscht, aber genau weiß, wie es seine Stärken gezielt ausspielt.
> Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Restauration reduziert das natürliche Rauschen beziehungsweise die Filmkörnung spürbar, ohne den ursprünglichen Charakter zu verfälschen. Filmkorn ist weiterhin vorhanden und fügt sich stimmig ins Gesamtbild ein, wodurch der authentische Filmlook erhalten bleibt – passend zur analogen Ursprungsversion. Die Farbgebung tendiert sichtbar zu Gelb- und Brauntönen, während dunklere Szenen stellenweise etwas verwaschen wirken. In puncto Schärfe wäre hier und da mehr Präzision wünschenswert, insgesamt wirkt das Bild bewusst rau und leicht schmutzig – ein Look, der hervorragend zur Atmosphäre des Films passt.
> Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur liegen in Dolby Digital 5.1 vor, ergänzt durch eine optionale deutsche 2.0-Fassung. Die Verständlichkeit der Dialoge ist grundsätzlich gut, wobei die Tonqualität altersbedingt nicht mit modernen Produktionen konkurrieren kann. Kritisch fällt die unausgewogene Abmischung auf: Musik- und Actionszenen sind deutlich lauter, während Dialogpassagen vergleichsweise leise geraten, was häufiges Nachregeln erfordert. Abgesehen davon präsentiert sich der Klang sauber und frei von technischen Mängeln.
> Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial ist umfangreich und bietet mehrere Interviews, einen Audiokommentar des Regisseurs, alternative und entfallene Szenen sowie ein Making-of.
> Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
> Zusätzliche Infos: —
> Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
> EAN: 4042564256451
> VÖ-Kauf: 19.02.2026